Apotheker protestieren bundesweit für faire Arbeitsbedingungen und gegen Apothekensterben
Theo SchmidtApotheker protestieren bundesweit für faire Arbeitsbedingungen und gegen Apothekensterben
Deutsche Apotheker bereiten landesweiten Protest für bessere Arbeitsbedingungen vor
Am 23. März wollen Apotheker in ganz Deutschland auf die Straße gehen, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die zentrale Kundgebung in Düsseldorf findet zwischen 11 und 13 Uhr auf dem Burgplatz statt – die Veranstalter rufen die Mitarbeiter auf, in ihren weißen Kitteln zu erscheinen. Hauptforderung ist die Erhöhung der festen Abgabegebühr auf 9,50 Euro pro Rezept.
Der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) hat Apotheker und ihre Teams aufgefordert, geschlossen an der Demonstration teilzunehmen. Sie wollen ein deutliches Signal für die Zukunftssicherung von Apotheken, Personal und Patienten setzen. Entschieden lehnt der Verband Pläne für "Apotheken ohne Labor" oder "Apotheken ohne Apotheker" ab – solche Modelle würden nach seiner Überzeugung berufliche Standards aushöhlen.
Unter dem Motto "Stoppt das Apothekensterben – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!" bringen die Protestierenden ihre Frustration über ausbleibende Finanzspritzen zum Ausdruck. Zwar gibt es keine genauen Zahlen, wie viele Apotheken bei unveränderten Gebühren schließen müssten, doch Branchenprognosen gehen von bis zu 502 Schließungen bis 2025 aus. Der AVNR zeigt sich überzeugt, dass die Behörden den Protest respektieren und nicht eingreifen werden.
Die Teilnehmer sind aufgefordert, in ihren Berufskitteln zu erscheinen, um ihre professionelle Identität zu unterstreichen. Ziel der Demonstration ist es, die Politik zum Einhalten früherer Zusagen in Sachen Apothekenfinanzierung und -förderung zu drängen.
Im Mittelpunkt stehen die Forderung nach höherer Abgabegebühr und die Verhinderung weiterer Apotheken-Schließungen. Die Organisatoren hoffen auf eine starke Beteiligung, um Druck auf die Verantwortlichen auszuüben – schließlich geht es um längst überfällige Finanzzusagen. Das Ergebnis könnte die Arbeitsbedingungen für Apotheker in ganz Deutschland nachhaltig prägen.






