29 June 2026, 04:14

Aschura-Marsch in Berlin löst mit Kinder-Darstellung Empörung aus

Scharfe Kritik nach Schiiten-Demo mit Kindern in Berlin

Aschura-Marsch in Berlin löst mit Kinder-Darstellung Empörung aus

Umzug in Berlin zum schiitischen Trauerfest Aschura löst Empörung aus

Eine Demonstration in Berlin anlässlich des schiitischen religiösen Festes Aschura hat für Kontroversen gesorgt. Bei der unter dem Titel „Aschura-Marsch“ veranstalteten Kundgebung kam es zu einer Nachstellung historischer Ereignisse mit Beteiligung von Kindern, die auf breite Verurteilung stieß. Die Veranstalter bezeichneten die Aktion als Ausdruck der Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit.

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Die Darstellung zeigte die historische Entführung von Frauen und Kindern. Dabei wurden Kinder aneinandergebunden und mussten einem in Gelb gekleideten Mann folgen. Die Szene spielte sich bei sengenden Temperaturen von bis zu 40 °C ab.

Rund 600 Menschen nahmen am Marsch teil. Mehrere Teilnehmer mussten wegen kreislaufbedingter Hitzeprobleme medizinisch versorgt werden. Der für die Veranstaltung zuständige Beamte verbot die Aufführung während eines Gesprächs mit den Organisatoren. Daraufhin stoppte der Anführer der Kundgebung die theatralische Darstellung.

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) verurteilte die Demonstration scharf. Es stufte die Veranstaltung als islamistisch ein und behauptete, einige Teilnehmer hätten Symbole gezeigt, die mit islamistischem Terror in Verbindung stehen. Auch Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kritisierte die Einbindung von Kindern und bezeichnete es als inakzeptabel, sie für politische Botschaften zu instrumentalisieren.

Der „Aschura-Marsch“ sieht sich wegen der umstrittenen Nachstellung massiver Kritik ausgesetzt. Die Behörden griffen ein, um die Darstellung zu stoppen, während Kritiker auf die Gefahr der Ausbeutung von Kindern und extremistischer Symbolik hinwiesen. Aschura selbst bleibt ein bedeutender Trauertag im schiitischen Islam, an dem des Märtyrertods von Imam Hussein gedacht wird.

Quelle