Bahn-Chaos ab Oktober: Monatelange Sperrungen zwischen Hannover und Berlin
Matteo KrauseBahn-Chaos ab Oktober: Monatelange Sperrungen zwischen Hannover und Berlin
Massive Bahn-Einschränkungen zwischen Hannover und Berlin ab Oktober
Fahrgäste auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin müssen sich auf erhebliche Behinderungen einstellen. Ab dem 2. Oktober beginnen umfangreiche Modernisierungsarbeiten, die über Monate hinweg zu Verspätungen und Ausfällen führen werden. Reisende sollten sich bis mindestens Mitte Dezember auf längere Fahrzeiten und weniger Verbindungen einrichten.
Die Deutsche Bahn startet am 2. Oktober die Großbaustelle auf der Strecke Hannover–Berlin. Geplant sind Gleiserneuerungen sowie die Aufrüstung der Signaltechnik. Die Arbeiten sollen bis zum 12. Dezember dauern, weitere Verzögerungen sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Einschränkungen im Detail: Während der Bauphase müssen Reisende mit ICE-Zügen zwischen Hannover und Berlin mit Verspätungen von bis zu 80 Minuten rechnen. Die ICE-Verbindung über Kassel, die Braunschweig mit Frankfurt verbindet, fällt komplett aus. Auch Wolfsburg verliert für die Dauer der Arbeiten sämtliche Fernverkehrsanschlüsse.
Auf anderen Strecken wird das Angebot deutlich ausgedünnt: Die IC-Züge zwischen Hannover und Leipzig, die normalerweise stündlich verkehren, fahren nur noch alle zwei Stunden. Noch stärker betroffen ist die Verbindung Amsterdam–Berlin – hier gibt es nur alle vier Stunden eine Verbindung, und die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 70 Minuten.
Um die Auswirkungen abzumildern, will die Bahn zumindest einen stündlichen Fernverkehr über Erfurt aufrechterhalten. Dies folgt auf die bereits laufenden Arbeiten an der Strecke Berlin–Hamburg, die im vergangenen Jahr begannen und nach vorherigen Verzögerungen nun voraussichtlich Mitte Juni wieder freigegeben wird.
Langfristige Verbesserungen – kurzfristige Belastungen Die Modernisierungen sollen zwar nachhaltig die Infrastruktur verbessern, doch für Fahrgäste bedeutet das monatelange Reisebehinderungen. Die Bahn rät, Fahrpläne genau zu prüfen, mehr Zeit einzuplanen und wo möglich Ausweichrouten zu nutzen.
