Bauwirtschaft zeigt im April erste Anzeichen der Erholung mit steigenden Umsätzen
Leni RichterBauwirtschaft zeigt im April erste Anzeichen der Erholung mit steigenden Umsätzen
Die Bauwirtschaft zeigte im April Anzeichen einer Erholung: Umsätze und Neuaufträge stiegen in den wichtigsten Sektoren. Sowohl der öffentliche Bau als auch der Gewerbe- und Industriebau verzeichneten ein nominales Wachstum, während der Wohnungsbau erstmals seit Monaten wieder Zuwächse verbuchen konnte.
Im öffentlichen Bau stieg der Umsatz im April um 5,3 Prozent. Auch der Gewerbe- und Industriebau trug mit einem nominalen Umsatzplus von 6,8 Prozent zur positiven Entwicklung bei. Der Tiefbau unterstützte das Wachstum in allen drei Hauptsegmenten.
Der Wohnungsbau übertraf die Vorjahreswerte sowohl beim Umsatz als auch bei den Neuaufträgen. Damit verzeichnete der Sektor nach mehreren Monaten erstmals wieder solche Zuwächse. Insgesamt lagen die Neuaufträge für die gesamte Bauwirtschaft 1,8 Prozent über dem Niveau des gleichen Zeitraums im Jahr 2025.
Allerdings blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April nominal unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialkosten stiegen weiter an: Im Mai 2026 lagen die Preise für Bitumen 31,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Auch Holz, Metalle und mineralische Baustoffe verbuchten deutliche Preisanstiege.
Die jüngste Entwicklung der Branche deutet auf eine mögliche Rolle bei der wirtschaftlichen Erholung hin. Doch ein nachhaltiges Wachstum hängt davon ab, die steigenden Materialkosten in den Griff zu bekommen und die Nachfrage aufrechtzuerhalten. Die April-Zuwächse bieten einen positiven Auftakt, doch die langfristige Stabilität bleibt ungewiss.
