Berlin startet historische Strategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit
Nina BrandtBerlin startet historische Strategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit
Berlin startet neue Strategie für mehr Sicherheit und Lebensqualität queerer Menschen
Mit der «Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit» führt die Hauptstadt 40 Maßnahmen ein, die besonders gefährdete Bereiche und strukturelle Unterstützung in den Fokus nehmen. Erstmals hat damit ein deutsches Bundesland einen derart umfassenden Plan zum Schutz queerer Menschen verabschiedet.
Anlass für die Initiative sind alarmierende Zahlen aus dem Jahr 2023: Damals wurden in Berlin 588 queerfeindliche Straftaten und 127 gewalttätige Übergriffe registriert. Die Strategie entstand in einem partizipativen Prozess mit über 400 Beteiligten.
Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Installation von Notruf-Säulen in Parks sowie der Ausbau geschlechterneutraler Toiletten in Neubauten von Schulen. In jedem Berliner Bezirk sollen zudem Beratungsstellen entstehen, die antidiskriminierende Hilfsangebote bereithalten. Polizeibeamte und Sicherheitskräfte erhalten vermehrt Schulungen zu queerspezifischen Themen, und eine neue Einheit wird sich gezielt mit digitaler Queerfeindlichkeit befassen.
Darüber hinaus sieht der Plan eine verstärkte Sicherheit bei Veranstaltungen und in als gefährlich eingestuften Räumen vor. Stand 24. März 2026 liegen jedoch keine Bestätigungen vor, dass bisher Maßnahmen umgesetzt wurden.
Ziel der Strategie ist es, Diskriminierung und Gewalt zu verringern und ein inklusiveres städtisches Umfeld zu schaffen. Mit der Kombination aus Infrastrukturprojekten, Schulungsprogrammen und digitalem Schutz setzt Berlin ein Zeichen für andere Regionen. Wann die Pläne konkret greifen und welche Effekte sie erzielen, bleibt abzuwarten.






