Berliner CDU setzt Stefan Evers als neuen Kultursenator ein
Berlins Kulturspitze steht nach überraschendem Rücktritt vor einem Wechsel
Sarah Wedl-Wilson ist am Freitag als Kultursenatorin zurückgetreten – nach massiver Kritik an ihren Förderentscheidungen. Die CDU hat nun Stefan Evers als ihren Nachfolger bestimmt, der sein bisheriges Finanzressort behält.
Auslöser der Affäre war ein Bericht des Berliner Rechnungshofs, wonach 2,6 Millionen Euro für 13 Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus rechtswidrig bewilligt worden waren. Dieser Befund führte direkt zu Wedl-Wilsons Rückzug.
Ursprünglich galt Thomas Heilmann als Favorit der CDU für das Kulturressort. Doch bei einer Sitzung am Dienstagabend entschieden sich die Bezirksvorsitzenden stattdessen für Stefan Evers. Er wird nun bis zur Landtagswahl am 20. September 2023 sowohl die Finanz- als auch die Kulturverwaltung leiten.
Evers steuert bereits zentrale Finanzverhandlungen, darunter die Hauptstadffinanzierungsvereinbarung. In seiner Doppelfunktion wird er in den kommenden Monaten nicht nur den Berliner Haushalt verwalten, sondern auch die Kulturpolitik mitgestalten.
Die Personalie schließt die Lücke, die Wedl-Wilsons Abgang hinterlassen hat. Bis zu den Herbstwahlen wird Evers zwei Schlüsselsenatsämter vereinen – seine Führung in Finanzen und Kultur wird Berlins Politik in den nächsten Monaten prägen.






