21 June 2026, 02:14

Berliner Wohnungsfrage spaltet Politik: Warum der Volksentscheid von 2021 wieder zündet

Bundesbauministerin lehnt Berlins Enteignungspläne ab

Berliner Wohnungsfrage spaltet Politik: Warum der Volksentscheid von 2021 wieder zündet

Die Debatte über die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen in Berlin ist im Wahlkampf neu entfacht. 2021 stimmten fast 59 Prozent der Wähler in einem Volksentscheid dafür, Unternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen in öffentlichen Besitz zu überführen. Das Thema bleibt unter den politischen Führungskräften umstritten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Initiative „Enteignet Deutsche Wohnen & Co.“ erhält nun erneute Unterstützung von Philmon Ghirmai, dem Landesvorsitzenden der Berliner Grünen. Er warf der Mitte-links-Koalition vor, die Umsetzung des Volksentscheids zu blockieren.

Widerstand kommt von Bund und Ländern. Bundesbauministerin Verena Hubertz lehnte die Vergesellschaftungspläne kategorisch ab. Sie argumentierte, dass öffentliche Trägerschaft – anders als private Investitionen – den Wohnungsbestand nicht erhöhen werde.

Auch Theresa Schopper, die grüne Bauministerin Baden-Württembergs, äußerte sich besorgt. Sie warnte, dass ein radikaler Markteingriff das Vertrauen der Wirtschaft in Deutschland untergraben könnte. Schopper fügte hinzu, dass die anhaltende Diskussion Unsicherheit im Wohnungssektor schaffe. Sie betonte, wie wichtig der bundesweite Bau neuer Wohnungen sei, um Bezahlbarkeit und Qualität zu sichern.

Das Ergebnis des Volksentscheids von 2021 spaltet die Politik noch immer. Während einige auf schnelles Handeln drängen, fürchten andere wirtschaftliche und praktische Folgen. Die Diskussion hält an, während der Berliner Wahlkampf an Fahrt aufnimmt.

Quelle