Bitcoin-Verkauf 2024: Warum Deutschlands Entscheidung doch kein Flop war
Leni RichterBitcoin-Verkauf 2024: Warum Deutschlands Entscheidung doch kein Flop war
Deutschlands Bitcoin-Verkauf von 2024: Was zunächst als teurer Fehler galt, relativiert sich bei aktuellen Kursen
Die Entscheidung Deutschlands, im Jahr 2024 fast 50.000 Bitcoin zu veräußern, schien zunächst kostspielig – besonders, als die Kurse danach stark stiegen. Doch nun, da Bitcoin bei rund 62.000 US-Dollar notiert, hat sich die Differenz zwischen dem aktuellen Preis und dem Verkaufskurs der Bundesrepublik auf unter 7 Prozent verringert. Die jüngste Marktentwicklung wirft ein neues Licht auf den Schritt der Regierung.
Anfang 2024 hatte Deutschland 49.858 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 57.900 US-Dollar pro Einheit verkauft. Der Erlös belief sich auf etwa 2,89 Milliarden US-Dollar. Damals gab es Kritik an dem Timing, vor allem, als Bitcoin im Folgejahr 2025 noch höhere Höchststände erreichte.
Der Abstand zwischen dem deutschen Verkaufspreis und dem Spitzenkurs von 2025 ließ die Transaktion wie eine verpasste Chance erscheinen. Doch seitdem hat die Kryptowährung nachgegeben. Ein weiterer Rückgang um 6 Prozent von den aktuellen Werten würde Bitcoin unter den Preis drücken, den Deutschland damals erzielt hatte.
Zusätzlichen Abwärtsdruck üben die Spot-Bitcoin-ETFs aus: Sie verzeichneten über 13 aufeinanderfolgende Tage hinweg Abflüsse in Höhe von 4,33 Milliarden US-Dollar. Diese anhaltenden Mittelabzüge haben maßgeblich zum jüngsten Kursrückgang beigetragen.
Aktuell notiert Bitcoin nur noch 7 Prozent über dem durchschnittlichen Verkaufspreis Deutschlands – die finanziellen Auswirkungen des Verkaufs von 2024 fallen damit geringer aus als angenommen. Sollte die Kryptowährung noch einmal um 6 Prozent fallen, läge der Kurs sogar unter der Marke, zu der die Bundesrepublik ihre Bestände veräußert hatte. Die aktuelle Marktentwicklung verändert die Bewertung des damaligen Zeitpunkts der Transaktion.






