BN Ottobeuren ehrt langjährige Naturschützer und warnt vor Lichtverschmutzung
Matteo KrauseBN Ottobeuren ehrt langjährige Naturschützer und warnt vor Lichtverschmutzung
Bund Naturschutz (BN): Ottobeurer Ortsgruppe ehrt langjährige Mitglieder und diskutiert über Lichtverschmutzung
Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hielt ihre jährliche Mitgliederversammlung im Silachstuben-Saal des Gasthofs Mohren ab. Zu den Höhepunkten zählte die Würdigung langjähriger Mitglieder sowie eine Diskussion über das wachsende Problem der Lichtverschmutzung.
Im Rahmen der Veranstaltung erhielt Wendelin Schindele besondere Anerkennung für sein Engagement im Kräutergarten, den er seit 1998 pflegt. Der Garten dient heute als ruhiger Rückzugsort zur Besinnung und Entspannung. Als Zeichen des Dankes überreichte man Schindele ein Poster, einen Geschenkkorb vom Eine-Welt-Laden (Fair-Trade-Laden) sowie eine kleine Ehrung für seinen langjährigen Weggefährten Harald Mader.
Darüber hinaus wurden BN-Mitglieder geehrt, die sich seit über 40 Jahren für den Verband einsetzen. Jeder von ihnen erhielt eine Urkunde sowie eine silberne Anstecknadel als Zeichen der Wertschätzung für ihre Treue.
Robert Blasius, Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht", hielt einen Vortrag über die Folgen von Lichtverschmutzung. Er erläuterte, wie übermäßige künstliche Beleuchtung natürliche Rhythmen stört und damit sowohl der Tierwelt als auch der menschlichen Gesundheit schadet. Satellitenaufnahmen zeigen, wie die Nachtseite der Erde in hellen Flecken von Städten und Küstenregionen leuchtet, während ärmere Gebiete deutlich dunkler bleiben. Blasius wies zudem darauf hin, dass die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen am Tag geschehen – ein Argument, das die Annahme widerlegt, mehr nächtliche Beleuchtung erhöhe die Sicherheit.
Der Abend stand im Zeichen der Würdigung langjährigen Engagements für den Naturschutz und sensibilisierte gleichzeitig für die Auswirkungen künstlichen Lichts. Die BN-Ortsgruppe Ottobeuren setzt sich weiterhin durch Aufklärung und die Anerkennung der Arbeit ihrer Mitglieder für den Umweltschutz ein.






