29 June 2026, 04:14

Bofinger warnt vor Doppelbelastung durch Beamten-Rentenreform

Bofinger warnt vor Integration von Beamten in die gesetzliche Rente

Bofinger warnt vor Doppelbelastung durch Beamten-Rentenreform

Peter Bofinger, Mitglied der deutschen Rentenkommission, warnt davor, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. In einem aktuellen Interview bezeichnete er diesen Schritt als eine „massive Doppelbelastung für den öffentlichen Sektor“.

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Die Rentenkommission hatte zuvor ein universelles Rentensystem, das alle Arbeitnehmer – einschließlich Beamte – umfasst, als „ideales Modell für die Alterssicherung“ bezeichnet. Bofinger betonte jedoch, dass eine solche Umstellung extrem schwierig umzusetzen wäre.

Laut dem Reformvorschlag müsste der Staat künftig Rentenbeiträge für neue Beamte zahlen, während gleichzeitig die Pensionen der aktuellen Rentner finanziert werden. Diese finanzielle Belastung könnte die nächsten 40 Jahre anhalten – bis die heutigen Beamten das Renteneintrittsalter erreichen. Bofinger verwies zudem auf verfassungsrechtliche Hürden bei der vollständigen Integration der Beamten in das gesetzliche System und deutete an, dass hierfür möglicherweise eine Grundgesetzänderung nötig wäre.

Als Alternative schlägt sich die Schließung der Rentenlücke durch höhere Gehälter für Beamte vor. Noch vor wenigen Wochen hatte Barbara Bas, Kollegin von Arbeitsminister Hubertus Heil, gefordert, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung aufzunehmen.

Bofingers Warnungen unterstreichen die praktischen und finanziellen Herausforderungen der Reform. Der Staat stünde jahrzehntelang vor der Aufgabe, parallele Rentenverpflichtungen zu bewältigen. Zudem könnten Verfassungsänderungen erforderlich sein, um den Systemwechsel überhaupt zu ermöglichen.

Quelle