25 April 2026, 22:16

Bosch-Chef Hartung verteidigt deutsche Arbeitsmoral und fordert echte Reformen statt leerer Versprechen

Ein detaillierter alter Stadtplan von Hohensberg, Deutschland, der in einem offenen Buch gezeigt wird und Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text zeigt.

Bosch-Chef Hartung verteidigt deutsche Arbeitsmoral und fordert echte Reformen statt leerer Versprechen

Stefan Hartung, Vorstandsvorsitzender von Bosch, hat sich inmitten der anhaltenden Debatten über Produktivität für die deutsche Arbeitsmoral ausgesprochen. Gleichzeitig übt er Kritik an den jüngsten Reformversprechen der Regierung und betont, dass echte Veränderungen mehr erfordern als bloße Ankündigungen.

Hartung benannte zentrale Handlungsfelder – von der Steuerpolitik bis zum Bildungssystem – und bekundete dabei Unterstützung für die neue Wirtschaftsministerin. Dass Deutsche zu wenig arbeiten, wies er zurück und forderte stattdessen eine faire Honorierung von Leistung."Arbeit muss sich lohnen – dann arbeiten die Menschen auch hart. Ich sehe keinen Grund, die Menschen in unserem Land zu kritisieren", erklärte er deutlich. Um die Produktivität zu steigern, schlug er pragmatische Schritte vor, etwa die Aufforderung an Beschäftigte, "pro Woche eine zusätzliche Stunde" zu leisten.

Bei der Besteuerung prangerte er die aktuelle Belastung als übermäßig an und forderte ein System, das Anreize schafft, statt abschreckt. Zudem verlangte er bessere Infrastruktur, niedrigere Unternehmensbelastungen und ein stärkeres Bildungssystem als Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Zur von der Regierung angekündigten "Reformfrühling"*-Offensive zeigte sich Hartung skeptisch."Vieles ist nicht so einfach, wie es klingt"*, warnte er und deutete an, dass die Umsetzung weitaus komplexer sein werde als politische Rhetorik suggeriert.

Trotz seiner Kritik lobte er Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) für ihre unternehmerische Erfahrung."Ich finde es sehr erfrischend, dass wir eine Wirtschaftsministerin mit echter Wirtschaftspraxis haben", bemerkte er und signalisierte damit vorsichtigen Optimismus für ihre Amtsführung.

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Hartungs Aussagen unterstreichen die Kluft zwischen politischen Versprechen und wirtschaftlicher Realität in Deutschland. Seine Forderungen nach Steuerreformen, besseren Anreizen und moderner Infrastruktur setzen klare Maßstäbe für die Politik. Mit seiner Unterstützung für Reiches pragmatischen Ansatz macht der Bosch-Chef deutlich: Entscheidend für echten Wandel sind Taten – nicht nur Worte.

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