Braunschweig plant neue Kita in Weststadt – Entlastung für 2030
Die Stadt Braunschweig hat Pläne für eine neue Kita in der Unstrutstraße im Stadtteil Weststadt vorgestellt. Das Projekt soll den dringenden Mangel an Betreuungsplätzen im Bezirk beheben, wo die Nachfrage das aktuelle Angebot bei Weitem übersteigt. Bei Genehmigung könnten die Bauarbeiten 2028 beginnen, die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen.
In Weststadt besteht ein erhebliches Defizit bei der Kinderbetreuung. Die aktuelle Versorgungsquote liegt bei nur 31,1 Prozent für Krippenplätze – deutlich unter dem städtischen Ziel von 45 Prozent – und bei 93,5 Prozent für Kindergartenplätze, womit das angestrebte Angebot von 102 Prozent verfehlt wird. Im Bezirk fehlen 84 Krippen- und 63 Kindergartenplätze, die höchste Lücke in ganz Braunschweig.
Die geplante Einrichtung soll drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe beherbergen. Zudem ist ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum vorgesehen, der gesunde Ernährungsgewohnheiten fördern und Kindern soziale Kompetenzen vermitteln soll. Betrieben wird die Kita vom Caritasverband Braunschweig, der die Betreuung vom bald schließenden St.-Kjeld-Kindergarten übernimmt.
Das Projekt setzt auf serielle Modulbauweise und dient als Pilot für künftige Kita-Neubauten. Die Kosten sind durch einen Festpreisvertrag auf 10 Millionen Euro gedeckelt, die Finanzierung ist bereits im Haushalt 2025/2026 gesichert. Der Verwaltungsausschuss stimmt am 17. Juni über den Vorschlag ab.
Bei Zustimmung könnten die Bauarbeiten 2028 starten, die Eröffnung ist für 2030 geplant. Der Zeitplan hängt von der finalen Genehmigung und den Vergabeverfahren ab.
Die neue Kita würde die angespannte Betreuungssituation in Weststadt entlasten. Bis 2030 könnten 84 zusätzliche Krippen- und 63 Kindergartenplätze entstehen und so den dringendsten Bedarf im Bezirk decken. Das Projekt setzt zudem Maßstäbe für schnellere und kostengünstigere Kita-Bauten in der gesamten Stadt.






