23 March 2026, 10:20

Bundesrat blockiert Apotheken-Reformen: Höhere Gebühren statt Personal-Ersatz durch PTA

Plakat mit der Aufschrift "160 Milliarden Euro die Einsparungen für Steuerzahler seit Medicare niedrigere Arzneimittelpreise aushandeln kann" mit einem Logo.

Bundesrat blockiert Apotheken-Reformen: Höhere Gebühren statt Personal-Ersatz durch PTA

Der Bundesrat hat in der Frage der Apothekenfinanzierung und Personalkriterien eine klare Position bezogen. Das Gremium lehnte Vorhaben ab, die es Pharmazeutisch-technischen Assistenten ermöglichen sollten, Apotheker zu ersetzen, und forderte stattdessen höhere Vergütungen. Unter Führung Bayerns drängen die Länder nun auf rasche Reformen, um die in Bedrängnis geratenen Apotheken zu entlasten.

Die Debatte über die Apothekengebühren zieht sich bereits seit 2020 hin, da Inflation und steigende Kosten den Sektor unter Druck setzen. Die ABDA, die Standesvertretung der Apotheker, hatte ursprünglich eine Erhöhung der Festbeträge von 6,62 Euro auf 7,29 Euro bis 2025 gefordert. Frühere Initiativen wie ein Bundesratsbeschluss aus dem Jahr 2022 sahen eine Anhebung um 0,67 Euro vor, gekoppelt an den Arzneimittelpreisindex. Ein Gesetzesentwurf von 2024 schlug sogar 7,60 Euro plus Indexierung vor – doch Haushaltsstreitigkeiten blockierten eine Umsetzung.

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Ende Januar bekräftigte der Bundesrat seine zentralen Forderungen. Dazu gehörten die Anhebung der pauschalen Packungsgebühr sowie strengere Regeln für Filialapotheken. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) ging noch einen Schritt weiter und forderte die Bundesregierung auf, die Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente von 8,35 Euro auf 9,50 Euro anzuheben. Sie betonte die Dringlichkeit und bezeichnete Apotheken als unverzichtbar für die öffentliche Gesundheit und Prävention.

Bayern stellt sich zudem gegen Pläne, die es Pharmazeutisch-technischen Assistenten erlauben würden, Apotheker zu vertreten. Die Ablehnung des Freistaats deckt sich mit der Haltung des Bundesrats, der bei den Berufsqualifikationen keine Kompromisse eingehen will.

Die Beschlüsse des Bundesrats lassen die Apothekenfinanzierung weiter in der Schwebe. Während Länder wie Bayern auf höhere Gebühren drängen, wartet die Branche auf bundesweite Lösungen bei Vergütung und Personalregelungen. Angesichts anhaltender Inflation bleiben für Apotheker die Unsicherheiten bei der finanziellen Unterstützung und betrieblichen Flexibilität bestehen.

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