Bundesweiter Apothekenstreik am 23. März: Warum PTA für faire Löhne kämpfen
Leni RichterBundesweiter Apothekenstreik am 23. März: Warum PTA für faire Löhne kämpfen
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen bundesweiten Streik am 23. März vor. Sie werden ihre Apotheken schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne durchzusetzen. Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, gehört zu den Anführern der Proteste gegen die gesetzlichen Krankenkassen und deren Lohnpolitik.
Fehske kritisiert die ungerechten Gehaltsunterschiede. Er wies darauf hin, dass Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) in öffentlichen Apotheken vor der letzten Tarifrunde 2024 zwischen 2.400 und 2.700 Euro brutto im Monat verdienten. Das Einstiegsgehalt lag bei 2.419 Euro, nach sechs Jahren stieg es auf 2.737 Euro. Gleichzeitig erhielten PTA bei der AOK, die nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) in die Entgeltgruppen 7 bis 9b eingestuft werden, deutlich höhere Löhne.
Er richtete eine Anfrage an den GKV-Spitzenverband, den Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, und hinterfragte die Kosten und Fairness der Lohnforderungen der AOK. Der Verband lehnte seinen Antrag ab, ein Foto von Stefanie Stoff-Ahnis auf Protestplakaten zu verwenden, und ignorierte seine Fragen zu den finanziellen Auswirkungen.
Die Proteste richten sich nicht gegen politische Parteien, betont Fehske. Es gehe weder gegen die CDU noch gegen Gesundheitsministerin Nina Warken, sondern allein um die Lohnungerechtigkeiten – etwa dass AOK-Hausmeister mehr verdienen als frisch examierte PTA.
Am 23. März werden Apotheken bundesweit geschlossen bleiben, und es wird Demonstrationen geben. Fehske und seine Mitstreiter fordern eine Bezahlung, die ihrer Qualifikation und Verantwortung gerecht wird. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die unterschiedlichen Gehaltstabellen: PTA im öffentlichen Dienst verdienen demnach mehr als ihre Kollegen in privaten Apotheken.






