27 April 2026, 18:16

CDU bricht Tabu: Erste Zusammenarbeit mit der AfD auf lokaler Ebene

Eine 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die ihre politischen Teilungen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

CDU bricht Tabu: Erste Zusammenarbeit mit der AfD auf lokaler Ebene

Deutschlands langjährige politische Brandmauer gegen die rechtspopulistische AfD zeigt erste Risse. Aktuelle Entwicklungen deuten auf eine wachsende Zusammenarbeit zwischen etablierten Parteien und der AfD hin – trotz offizieller Ablehnung. Der Wandel kommt zu einer Zeit, in der die steigende Popularität der Partei die politischen Akteure des Mainstreams zum Umdenken zwingt.

In Biebesheim (Hessen) brachen lokale CDU-Vertreter mit der Parteilinie und stimmten gemeinsam mit der AfD ab, um der Partei einen Sitz im Gemeindevorstand zu sichern. Der Schritt löste Empörung aus: Der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Sauer leitete Ausschlussverfahren gegen die Beteiligten ein. Er begründete dies damit, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD gegen die Parteirichtlinien verstoße.

Die ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach kritisierte die Ausschlüsse scharf und warf dem Kreisverband vor, "Demokratie" scheinbar als "Fremdwort" zu betrachten. Ihre Äußerungen spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Union wider. Unterdessen führte der AfD-Abgeordnete Ruben Rupp den zunehmenden Einfluss seiner Partei auf deren wachsende Wählerbasis zurück.

Besonders in den ostdeutschen Bundesländern gerät die bisherige Abgrenzungsstrategie weiter unter Druck. Einige CDU-Politiker stellen mittlerweile deren Tragfähigkeit infrage. Der AfD-Politiker Richard Graupner warnte, die Union laufe Gefahr, eher durch Mitgliederausschlüsse als durch eine aktive Basis wahrgenommen zu werden. Umfragen zeigen zudem, dass die Mehrheit der Anhänger etablierter Parteien die strikte Ablehnung der AfD nicht mehr unterstützt.

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Während die CDU versucht, die AfD weiter zu isolieren, untergraben lokale Kooperationen diese Haltung zunehmend. Ausschlussdrohungen und interne Konflikte offenbaren die Belastungsprobe für traditionelle Parteigrenzen. Angesichts des Aufschwungs der AfD wirkt die politische Landschaft in Deutschland immer unberechenbarer.

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