CDU fordert schärfere Einbürgerungsregeln: Längere Wartezeiten und weniger Doppelte Staatsbürgerschaften
Leni RichterCDU fordert schärfere Einbürgerungsregeln: Längere Wartezeiten und weniger Doppelte Staatsbürgerschaften
Zwei führende CDU-Politiker schlagen weitreichende Änderungen des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts vor. Hessens Innenminister Roman Poseck und Alexander Throm fordern strengere Regeln für die Einbürgerung, darunter längere Mindestaufenthaltszeiten und Einschränkungen bei der doppelten Staatsbürgerschaft. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Integration von Langzeitaufenthaltern in die deutsche Gesellschaft neu zu gestalten.
Poseck plädiert für eine grundlegende Reform, um sicherzustellen, dass nur Personen mit voller Bindung an Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten. Seiner Ansicht nach schwächt die doppelte Staatsangehörigkeit die Loyalität und erschwert die Integration. Sein Plan sieht vor, Ausnahmen nur in seltenen Fällen zuzulassen – die meisten Antragsteller müssten ihre bisherige Staatsbürgerschaft aufgeben.
Throms Vorhaben gehen noch weiter: Er will die reguläre Mindestaufenthaltsdauer von sechs auf acht Jahre verlängern. Zudem sollen Antragsteller zunächst eine Niederlassungserlaubnis erwerben, die strengere Voraussetzungen hat als die aktuellen Einbürgerungsregeln. Darüber hinaus schlägt Throm vor, Geflüchtete mit Schutzstatus von der Einbürgerung auszuschließen, bis sich ihr Status ändert.
Beide Politiker betonen, dass langfristig in Deutschland lebende Menschen, die zum Erfolg des Landes beitragen, eine klare Perspektive für Integration erhalten sollen. Gleichzeitig bestehen sie darauf, dass dies mit verschärften Bedingungen einhergehen muss, um eine volle Verbundenheit mit Deutschland zu gewährleisten.
Die geplanten Änderungen würden die Einbürgerung erschweren – durch längere Aufenthaltszeiten und Beschränkungen bei der Mehrfachstaatsbürgerschaft. Falls umgesetzt, würden die neuen Regeln bestimmten geschützten Gruppen den Zugang verwehren. Die Reformen spiegeln das Bestreben wider, höhere Integrationsstandards durchzusetzen, bevor die volle Staatsbürgerschaft verliehen wird.
