02 April 2026, 16:16

CDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik

Ein Buch mit bunten deutschen Armee-Militäruniformen mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen.

CDU-Politiker Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Brandenburgischen CDU, ist nach der Veröffentlichung eines Videos in die Kritik geraten, das eine historische Veranstaltung mit restaurierten Fahrzeugen der ehemaligen Wehrmacht zeigt. Die Aufnahmen zeigten unter anderem Uniformierte, die auf Motorrädern aus der NS-Zeit fuhren. Bommert löste die Aufnahmen später selbst wieder.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Vorfall hat eine interne Überprüfung innerhalb der Partei ausgelöst. Die Kontroverse begann, als Bommert das Video online teilte, das eine private Veranstaltung mit Militärfahrzeugen der Wehrmacht zeigte. Nach massiver Kritik löschte er den Beitrag und räumte ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen. Daraufhin trat er als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.

Die CDU reagierte mit einer offiziellen Rüge, entfernte Bommert jedoch nicht aus seinen weiteren Parteiämtern. Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte das Video scharf und erklärte, er "distanziere sich auf das Entschiedenste von Inhalten dieser Art". Bretz kündigte zudem an, das Thema in einem direkten Gespräch mit Bommert intern klären zu wollen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert mit seinen Online-Aktivitäten für Aufsehen sorgt. Bereits zuvor war er für einen WhatsApp-Status kritisiert worden, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete – darunter auch Vertreter rivalisierender Parteien wie Robert Habeck, Annalena Baerbock und Ricarda Lang sowie Bundeskanzler Olaf Scholz. Bisher gab es in der brandenburgischen CDU jedoch keine öffentlichen Sanktionen gegen andere Politiker wegen ähnlicher Vorfälle in den letzten Jahren.

Die CDU hat mit einer Rüge und internen Gesprächen erste Konsequenzen gezogen. Bommerts Rücktritt aus dem Wirtschaftsausschuss ist die bisher direkteste Folge des Vorfalls. Weitere disziplinarische Maßnahmen hat die Partei bisher nicht angekündigt.

Quelle