03 April 2026, 08:14

Sabotage an Berliner Stromnetz: Zehntausende Haushalte im Dunkeln

Eine Liniendiagramm-Illustration des Stromkrisen von Texas im Jahr 2021, mit Farben, die verschiedene Stromstärken anzeigen, begleitet von erklärendem Text.

Sabotage an Berliner Stromnetz: Zehntausende Haushalte im Dunkeln

Gezielter Angriff auf Berlins Stromnetz: Zehntausende Haushalte ohne Strom

Ein vorsätzlicher Angriff auf das Berliner Stromnetz hat zehntausende Haushalte und Unternehmen von der Versorgung abgeschnitten. Der großflächige Stromausfall begann in den frühen Morgenstunden des Samstags, nachdem eine wichtige Kabelbrücke über den Teltowkanal zerstört worden war. Betroffen sind vor allem die Bewohner in Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde – die Reparaturarbeiten könnten sich bis Donnerstag hinziehen.

Das Ziel des Angriffs war eine zentrale Stromleitung im Kraftwerk Lichterfelde, wodurch rund 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Elektrizität dastehen. Besonders hart getroffen sind die südwestlichen Bezirke, wo nun auch Apotheken und andere systemrelevante Einrichtungen um Lösungen ringen müssen.

Nach dem deutschen Apothekengesetz sind Apotheken verpflichtet, auch während Stromausfällen einen Notbetrieb aufrechtzuerhalten – dazu gehört die Sicherstellung der Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten. Da jedoch keine gesetzliche Pflicht zu Notstromaggregaten besteht, drohen nun temperaturempfindliche Arzneimittel zu verderben.

Sollte die Funktionsfähigkeit einer Apotheke stark beeinträchtigt sein, muss dies dem Landesamt für Gesundheit und Soziales gemeldet werden. Unterdessen unterstützt die Bundeswehr bei Logistik, Transport und dem Betrieb von Notstromaggregaten.

Die finanziellen Belastungen für die Apotheken wachsen mit jedem Tag des Stromausfalls, da drohende Verluste bei kritischen Beständen die Existenz gefährden. Trotz dieser Herausforderungen bleibt ihre Rolle für die öffentliche Gesundheit unverzichtbar.

Die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren, doch der Blackout könnte noch Tage andauern. Der Einsatz der Bundeswehr soll die Last für essenzielle Dienstleister – darunter auch Apotheken – verringern. Ohne Notstromversorgung steigen jedoch die Risiken für Bestände und Finanzen der Betriebe weiter an.

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