29 June 2026, 18:29

CDU-Politiker Krings wirft Prostituiertenschutz-Kommission Realitätsverzerrung vor

CDU-Vize Krings kritisiert Kommission zur Prostitutionsreform

CDU-Politiker Krings wirft Prostituiertenschutz-Kommission Realitätsverzerrung vor

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat scharfe Kritik an einer Kommission geübt, die die deutschen Prostituiertenschutzgesetze überprüfen soll. Seiner Ansicht nach vermittelt das Gremium ein realitätsfernes Bild der Branche und sei zudem einseitig zusammengesetzt worden.

Die Kommission war auf Initiative von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingerichtet worden, um mögliche Reformen zu prüfen. Krings, der auch frauenpolitischer Sprecher der CDU ist, wirft ihr vor, die Realität zu verzerren. Er verweist darauf, dass die Vorsitzende des Gremiums zugleich das kriminologische Institut leitet, das einen zentralen Bericht erstellt hat – jenes Papier, auf das sich die Kommission stützt.

Laut diesem Bericht verfügen 25 Prozent der befragten Sexarbeiter:innen über einen Hochschulabschluss, und 80 Prozent seien krankenversichert. Krings hält diese Zahlen für „völlig unrealistisch“. Er geht davon aus, dass die Studie nur einen kleinen, privilegierten Ausschnitt der Branche abbildet, und schätzt, dass höchstens zehn Prozent der Sexarbeiter:innen offiziell gemeldet sind.

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Zudem betonte Krings, dass in Deutschland lediglich 50 Sexarbeiter:innen Sozialabgaben zahlen. Er wirft der Kommission vor, von Anfang an parteiisch agiert zu haben – ein Mangel, der selbst in der Zeit der CDU/CSU-geführten Regierung bestanden habe.

Die CDU/CSU-Fraktion steht der Kommission seit jeher skeptisch gegenüber. Krings zweifelt sowohl an ihren Erkenntnissen als auch an ihrer Führung. Er besteht darauf, dass die Arbeit des Gremiums weder das tatsächliche Ausmaß noch die realen Bedingungen in der Sexarbeit widerspiegelt.

Quelle