CDU-Politikerin Connemann attackiert EU-Richtlinie als "Bürokratie-Flutwelle"
Matteo KrauseCDU-Politikerin Connemann attackiert EU-Richtlinie als "Bürokratie-Flutwelle"
CDU-Politikerin Gitta Connemann hat die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz als überzogene Regulierung kritisiert. Sie warnte, die neuen Vorschriften würden Unternehmen mit unnötigem Bürokratieaufwand belasten, ohne die Lohnungleichheit tatsächlich zu beheben.
Die Richtlinie verpflichtet Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten, regelmäßig Gehaltsberichte vorzulegen. Connemann argumentiert, dies werde die Betriebe zusätzlich belasten, ohne die eigentlichen Probleme anzugehen. Sie bezeichnete die Regelung als „Musterbeispiel europäischer Überregulierung“ und behauptete, sie werde eine „Bürokratie-Flutwelle“ auslösen, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen treffe. Selbst ein Bäcker mit nur acht Mitarbeitenden müsste dann Leistungen wie Firmenfahrräder, Reisekostenzuschüsse oder Boni in Gehaltsvergleichen berücksichtigen.
Deutschland verfüge bereits über Gesetze, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit garantierten, betonte Connemann. Die EU-Richtlinie bringe keinen echten Mehrwert, sondern schaffe nur zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Unter Bezug auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit forderte sie stattdessen Politiken, die Wachstum und Wertschöpfung fördern – statt weitere bürokratische Hürden aufzubauen.
Ziel der Richtlinie ist es, die Gehaltstransparenz in der gesamten EU zu verbessern. Doch Connemann besteht darauf, dass sie lediglich den Papierkram vermehre, ohne Lohnunterschiede abzubauen. Sie rief die Verantwortlichen auf, ihren Ansatz zu überdenken und stattdessen Maßnahmen zu priorisieren, die die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit stärken.
