20 March 2026, 18:15

Christian Ulmen in der Krise: Ex-Frau wirft ihm Identitätsmissbrauch und digitale Demütigung vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitelabbildung "Humoristische Liste", die einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegschaut und leicht schmunzelt.

Christian Ulmen in der Krise: Ex-Frau wirft ihm Identitätsmissbrauch und digitale Demütigung vor

Der deutsche Komiker und TV-Moderator Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefonssex geführt zu haben. Die Anschuldigungen haben die Diskussionen über seine umstrittenen Projekte und sein Verhalten neu entfacht.

Eines seiner berüchtigtsten Formate war die Show Wer will meine Freundin vögeln?, in der Männer darum wetteiferten, wer die "heißeste" Freundin habe – begleitet von peinlichen Aufgaben. Fernandes' Aussagen lenken nun erneut den Fokus auf Ulmens Karriere und sein privates Verhalten.

Mitte der 2000er moderierte Ulmen bei ProSieben die Reality-Show Mein neuer Freund, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen" Freund spielte. Das Konzept: Eine Frau stellte ihren neuen Partner ihrer Familie vor, nur um von Ulmens Figur mit absurdem Verhalten konfrontiert zu werden. Teilnehmerinnen, die die gesamte Show durchhielten, erhielten eine Aufwandsentschädigung.

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Eine seiner wiederkehrenden Rollen war Alexander von Eich, ein reicher, aristokratischer Snob, der seine Freundin mit einem Stock herumkommandierte. Selbst als Ulmens Beziehung zur Moderatorin Collien Fernandes 2010 öffentlich wurde, hinterfragten Kritiker ihre Wahl angesichts seiner frauenfeindlichen TV-Persönlichkeit.

Fernandes wirft ihm nun vor, unter ihrem Namen Fake-Profile angelegt, pornografisches Material verbreitet und als sie ausgegeben Telefonssex betrieben zu haben. Sie bezeichnet sein Handeln als "virtuelle Vergewaltigung" und behauptet, er habe Grenzen überschritten und Frauen gezielt in seine Machenschaften einbezogen. Die jüngste Entfernung seiner Serie jerks. von der Streaming-Plattform Joyn folgt auf diese Vorwürfe.

Online verweisen viele auf das Motto der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Fernandes' Entscheidung, öffentlich zu sprechen, reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Fällen, in denen Frauen Machtmissbrauch durch Männer anprangern.

Ulmens Karriere, einst geprägt von provokanter Comedy und Reality-TV, steht nun unter massivem Druck. Die Vorwürfe von Fernandes haben bereits berufliche Konsequenzen nach sich gezogen, darunter die Löschung seiner Inhalte von Plattformen. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zu Verantwortung, Einverständnis und dem Umgang mit Frauen in der Unterhaltungsbranche auf.

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