Deepfakes alarmieren Prominente: Wenn selbst Mütter die KI-Täuschung nicht erkennen
Nina BrandtDeepfakes alarmieren Prominente: Wenn selbst Mütter die KI-Täuschung nicht erkennen
Immer mehr Prominente schlagen Alarm wegen KI-generierter Deepfakes. Piers Morgan hat sich zu gefälschten Clips geäußert, die seine Stimme und sein Aussehen auf sozialen Medien imitieren. Unterdessen hat die Entscheidung Großbritanniens, den Kommentator Cenk Uygur mit einem Einreiseverbot zu belegen, eine weitere Debatte über Meinungsfreiheit und digitale Täuschung ausgelöst.
Morgan gab zu, dass selbst seine eigene Mutter Schwierigkeiten hatte, zwischen einem Deepfake-Video von ihm und der echten Aufnahme zu unterscheiden. Er räumte ein, dass er – zumindest bisher – noch immer überzeugt ist, seine eigenen Argumente seien überzeugender als die von KI erzeugten. Der Moderator äußerte zudem Frust darüber, dass sich die SXSW London nicht öffentlich für Uygur eingesetzt habe, nachdem die britische Regierung ihm und seinem Neffen Hasan Piker die Einreise verweigert hatte. Die Behörden begründeten dies damit, ihr Aufenthalt sei „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“.
Die SXSW London hat inzwischen ihre Verpflichtung bekräftigt, vielfältige Stimmen zu Wort kommen zu lassen – mit über 800 Rednern, Künstlern und Filmvorführungen im Programm. Die Veranstalter betonten zudem, sie unterstützten Morgans Recht auf Meinungsfreiheit, selbst wenn er sie kritisiere. Unterdessen gestand die Sängerin Katherine Jenkins, sie sei kurzzeitig auf KI-generierte Clips von Morgan hereingefallen und unterstrich damit, wie schwer es ist, Inhalten auf Plattformen wie TikTok zu vertrauen.
Morgans Sorgen gehen über persönliche Identitätsdiebstähle hinaus. Er warnte, die Verbreitung gefälschter Clips könnte das öffentliche Vertrauen in Medien insgesamt untergraben. Dennoch bleibt er in politischen Fragen präsent – etwa bei der Kritik an der britischen Entscheidung, Uygur die Einreise zu verwehren.
Die Kontroverse um KI-Deepfakes nimmt weiter zu, mit Stimmen wie denen von Morgan und Jenkins, die eine strengere Prüfung digitaler Inhalte fordern. Die Haltung der SXSW London zur Meinungsfreiheit fügt der Debatte eine weitere Ebene hinzu, während die Veranstaltung sich auf Hundertschaft von Rednern vorbereitet. Vorerst bleibt die Herausforderung, Echtes von Fälschungen zu unterscheiden, ein drängendes Problem – für Prominente wie für die breite Öffentlichkeit.






