Deutsche Bahn setzt auf Körperkameras und stichfeste Westen für mehr Sicherheit im Regionalverkehr
Nina BrandtDeutsche Bahn setzt auf Körperkameras und stichfeste Westen für mehr Sicherheit im Regionalverkehr
Die Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen für ihren Regionalverkehr ein. Zu den Änderungen gehören Körperkameras, stichfeste Westen und erweiterte Schulungen für Mitarbeiter, um die Sicherheit von Personal und Fahrgästen zu verbessern.
Ab Juli können Mitarbeiter im Kundenservice im Rahmen eines Pilotprojekts freiwillig stichfeste Westen tragen. Parallel dazu wird der Einsatz von Körperkameras fortgesetzt, der sich bereits bewährt hat: Bei über 500 dokumentierten Vorfällen kam es nur zu einem schweren Angriff. Zwar bleibt das Tragen der Kameras freiwillig, doch ab August wird eine verpflichtende Schulung eingeführt, um die Akzeptanz zu erhöhen. Künftig sollen auch Tonaufnahmen möglich sein, was die Beweislage bei Ermittlungen stärkt.
Neue Sicherheitskonzepte wie „Einzelbetreuung“ und die Doppelbesetzung in Servicebereichen haben sich in Testphasen als wirksam erwiesen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Konflikte zu entschärfen und Reaktionszeiten zu verkürzen. Zudem erweitert die Deutsche Bahn ihre bundesweiten Pflichtschulungen zur Deeskalation um ein Modul zum Thema „Selbstbehauptung im Zug“, um Mitarbeiter besser auf schwierige Situationen vorzubereiten.
Das Unternehmen prüft außerdem den Einsatz von KI, um Kamerabilder in Echtzeit auszuwerten. Die Technologie könnte automatisch auf mögliche Konflikte hinweisen und so schnellere Eingriffe ermöglichen.
Die aktualisierten Sicherheitsvorkehrungen treten in den kommenden Monaten schrittweise in Kraft. Körperkameras, stichfeste Westen und verbesserte Schulungen sollen Vorfälle reduzieren und das Personal schützen. Die Deutsche Bahn erwartet, dass diese Maßnahmen ein sicheres Umfeld für Mitarbeiter und Fahrgäste schaffen.






