07 June 2026, 02:15

DGB fordert Pflicht-Rente: Arbeitgeber sollen betriebliche Altersvorsorge für alle zahlen

Rentenreform: DGB-Chefin Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberbeitrag

DGB fordert Pflicht-Rente: Arbeitgeber sollen betriebliche Altersvorsorge für alle zahlen

DGB drängt auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine gesetzlich verankerte betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten ein. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber nicht an Tarifverträge gebunden sind. Der Gewerkschaftsbund hat nun Pläne vorgelegt, um diese Lücke bis Ende des Monats zu schließen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Laut dem DGB-Vorschlag sollen Arbeitgeber die Kosten für die betriebliche Altersvorsorge mitragen, statt die volle Last auf die Beschäftigten abzuwälzen. Das Modell würde als Ergänzung zur gesetzlichen Rente dienen, wobei Unternehmen mindestens einen Teil der Finanzierung übernehmen. Für Betriebe ohne Tarifbindung könnten Arbeitnehmer unter vereinfachten Bedingungen in bestehende Vorsorgesysteme einsteigen.

Der unter der Führung von Yasmin Fahimi stehende DGB ist bereit, Tarifverträge auszuhandeln, die alle Beschäftigten abdecken. Dieses Vorgehen orientiert sich an Systemen in anderen europäischen Ländern, wo verpflichtende Renteneinzahlungen oft über 20 Prozent liegen – mit einem höheren Arbeitgeberanteil als dem der Arbeitnehmer.

Fahimi räumte ein, dass Kritiker einwenden könnten, der Plan belaste die Unternehmen zusätzlich. Der DGB rechnet zudem mit Widerstand aus der Wirtschaft, die sich in einer angespannten wirtschaftlichen Lage befindet. Dennoch bleibt die Gewerkschaft entschlossen, bis Monatsende konkrete Vorschläge vorzulegen.

Sollte der DGB-Plan umgesetzt werden, erhielten Millionen bisher unversorgter Arbeitnehmer Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge. Arbeitgeber würden sich an den Beiträgen beteiligen und so die finanzielle Belastung für die Beschäftigten verringern. Die Gewerkschaft wird nun in Verhandlungen eintreten, um die Vorschläge in verbindliche Abkommen zu überführen.

Quelle