18 June 2026, 12:15

Die Linke distanziert sich von antisemitischen und diktatorverherrlichenden Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linksjugend

Die Linke distanziert sich von antisemitischen und diktatorverherrlichenden Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen Mitglieder ihrer Jugendorganisation, der Linksjugend [’solid], distanziert. In den Aussagen wurden historische Diktatoren verherrlicht und antisemitische Kommentare über Israel getätigt. Die Partei prüft nun die Vorwürfe und kündigte Konsequenzen an.

Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] in einem internen Forum Joseph Stalin, Mao Zedong und den ehemaligen DDR-Staat gelobt. In Diskussionen über den Gaza-Krieg war zudem von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ die Rede. Berichten zufolge wurde in demselben Forum auch ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ gepostet.

Die Linke stand bereits in der Vergangenheit wegen der Haltung der Linksjugend [’solid] zu Israel in der Kritik. Ein früherer Beschluss der Gruppe hatte Israel als ein „kolonialistisches und rassistisches Staatsprojekt“ bezeichnet. Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner betonte, dass sich die Führung von diesen Positionen distanziere und nun Schritte einleite.

Am Freitag beginnt in Potsdam der Bundesparteitag der Linken. Während der Veranstaltung wird mit einer deutlichen Verurteilung der Aussagen gerechnet. Die Partei zählt bundesweit rund 126.000 Mitglieder, die Linksjugend [’solid] kommt auf 14.300 aktive Mitglieder.

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Die Parteispitze machte klar, dass sie positive Bezüge auf den Stalinismus, die DDR oder antisemitische Äußerungen nicht toleriert. Die Prüfung der Vorwürfe läuft noch. Eine formelle Behandlung des Themas ist für den anstehenden Parteitag vorgesehen.

Quelle