27 April 2026, 04:16

Energiekrise gefährdet Langstreckenflüge – drohen Reisende zu stranden?

Menschen sitzen auf einem Flughafenboden und halten ein 'Berlin wegen Klimakrise gestrichen' Schild mit verstreuten Gegenständen und Rolltreppen im Hintergrund.

Energiekrise gefährdet Langstreckenflüge – drohen Reisende zu stranden?

Die anhaltende Energiekrise wirft Fragen zur Zukunft von Langstreckenreisen auf, warnt Anja Karliczek, Vorsitzende des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestags. Sie betont, dass Treibstoffknappheit in anderen Regionen zu Flugausfällen in Richtung Asien und Naher Osten führen könnte – mit der Folge, dass Reisende gestrandet oder von ihren Zielen abgeschnitten wären.

Karliczek machte deutlich, dass niemand absehen könne, wie sich die Bedingungen für Langstreckenflüge in den kommenden Monaten entwickeln werden. Zwar sei die Kerosinversorgung in Deutschland derzeit stabil, doch bestehe das Risiko, dass Treibstoffengpässe im Ausland Rück- oder Hinflüge beeinträchtigen könnten.

Gleichzeitig verzeichnen europäische Reiseziele wie Spanien und Portugal einen Buchungsboom. Viele Urlauber steigen von Fernreisen auf nähergelegene, sicherere Alternativen um. Karliczek wies darauf hin, dass auch Deutschland von diesem Trend profitieren könnte, da Reisende nach zuverlässigen und risikoarmen Optionen suchen.

Die Unsicherheit bei Langstreckenflügen könnte noch mehr Touristen in europäische Gefilde lenken. Angesichts der derzeit gesicherten Treibstoffversorgung in Deutschland könnte das Land als Reiseziel an Attraktivität gewinnen. Die Lage für Reisen außerhalb Europas bleibt jedoch unberechenbar.

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