Energiekrise trifft Zoos hart: Wer gibt Tiere ab, wer setzt auf Ökostrom?
Matteo KrauseEnergiekrise trifft Zoos hart: Wer gibt Tiere ab, wer setzt auf Ökostrom?
Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks schwer zu
Viele Einrichtungen stehen vor schwierigen finanziellen Entscheidungen, da die Ausgaben weiter steigen. Einige haben bereits Tiere abgegeben, um Kosten zu sparen – andere suchen nach Wegen, sich anzupassen.
Im Wildpark Essehof machen die Energiekosten 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben aus. Der Park setzt auf eine Biomasse-Heizanlage, die ihn relativ unabhängig hält. Trotz der finanziellen Belastung schließt die Leitung einen Verkauf von Tieren zur Kostensenkung aus.
Der Wildpark Stöckheim gibt weniger für Energie aus – etwa 2,5 Prozent des Budgets. Dennoch werden die steigenden Preise zunehmend zum Problem.
Der Zoo Braunschweig hat bereits Maßnahmen ergriffen, um seine Energieabhängigkeit zu verringern: Eine 80-kW-Photovoltaikanlage ist in Betrieb, und verschiedene Heizmethoden steigern die Effizienz. Zudem wird die Solarkapazität um 12 kW ausgebaut, und ein 10-kW-Batteriespeicher ist geplant. Wie in Essehof gibt es keine Pläne, Tiere abzugeben oder den Bestand zu verkleinern.
Auch das Artenschutzzentrum Grasleben setzt auf Solarenergie. Neue Photovoltaikmodule helfen, den hohen Energiebedarf wärmeliebender Arten zu decken.
Während einige Zoos bereits Tiere umgeplatziert haben, um die Kosten zu drücken, investieren andere in erneuerbare Energien. Solarstrom, Biomasseheizungen und Speicherlösungen stabilisieren Einrichtungen wie den Zoo Braunschweig oder den Wildpark Essehof. Die Maßnahmen sollen die finanzielle Last mindern – ohne die Tierbestände zu reduzieren.






