26 June 2026, 22:12

Europas Energiekrise: Methan-Regeln und Hormus-Sperre belasten Kerosin-Importe

Deutschland warnt vor Störungen bei Kerosin- und LNG-Importen durch EU-Methan-Regeln

Europas Energiekrise: Methan-Regeln und Hormus-Sperre belasten Kerosin-Importe

Europas Energiesystem steht durch aktuelle Störungen unter Druck, darunter die Sperrung der Straße von Hormus. Die Preise für Flugtreibstoff sind stark angestiegen und zwingen Fluggesellschaften, weniger rentable Strecken zu streichen. Derzeit decken Importe aus dem Nahen Osten etwa 20 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs – eine Entwicklung, die Sorgen um die Versorgungssicherheit schürt.

Deutschland hat sich mit anderen EU-Regierungen gegen die geplanten Methan-Emissionsvorschriften der Union für importiertes Öl und Gas gestellt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche argumentiert, es werde mehr Zeit benötigt, um die Einfuhren von Gas und Erdölprodukten abzusichern, bevor die Regelungen in Kraft treten. Nach Angaben deutscher Beamter könnten die Vorschriften ab 2027 die Importe von Kerosin und anderen Kraftstoffen einschränken.

Eine Gruppe von zwölf EU-Staaten fordert eine dreijährige Verschiebung der Methan-Regeln. Die Europäische Kommission versucht, Bedenken bei der Umsetzung zu zerstreuen, ohne ihre Klimaziele zur Methanreduzierung aufzuweichen. Umweltverbände und einige Energieexperten halten dagegen, dass bereits konforme Lieferquellen verfügbar seien und die Verordnung wie geplant umgesetzt werden solle.

Auch externe Treibstofflieferanten, darunter die USA, haben sich gegen die Regelungen ausgesprochen und Zweifel an der Umsetzungsreife geäußert. Die Debatte fällt in eine Phase allgemeiner Instabilität auf den Energiemärkten, die durch den Iran-Konflikt in der Straße von Hormus zusätzlich belastet werden. Die Versorgungswege Europas geraten dadurch weiter unter Druck.

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In Kürze werden die EU-Minister über den vorgeschlagenen Aufschub der Methanvorschriften beraten. Das Ergebnis wird maßgeblich beeinflussen, inwieweit Europa in den kommenden Jahren Schlüsselkraftstoffe wie Kerosin importieren kann. Angesichts anhaltender Störungen bleibt die Widerstandsfähigkeit der Versorgung eine entscheidende Frage für die Energiesicherheit des Kontinents.

Quelle