Evonik-Aktie steigt stark – dank Chemikalienknappheit und schlanker Struktur
Nina BrandtEvonik-Aktie steigt stark – dank Chemikalienknappheit und schlanker Struktur
Aktie von Evonik steigt deutlich an
In den vergangenen Tagen hat der Aktienkurs von Evonik stark zugelegt. Der Anstieg folgt einer weltweiten Knappheit an C4-Chemikalien und Methionin – zwei zentralen Produkten des deutschen Spezialchemiekonzerns. Da die Produktionsstandorte des Unternehmens sicher außerhalb von Krisenregionen liegen, kann Evonik die hohe Nachfrage aus Europa und den USA bedienen, wo die Preise stark gestiegen sind.
Unter der Führung von Vorstandsvorsitzendem Christian Kullmann hat das Unternehmen zudem seine Kostenstruktur gestrafft. Ein Restrukturierungsprogramm und gezielte Einsparungen haben die Effizienz erhöht. Gleichzeitig baut Evonik sein Geschäft um, indem es nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche veräußert – darunter die Sparte Chemieparks, Syneqt.
Große Banken haben die Wende des Konzerns registriert. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat kürzlich ihr Kursziel für die Evonik-Aktie auf 18 Euro angehoben – ein Zeichen für das wachsende Vertrauen in die Zukunftsaussichten des Unternehmens.
Der Aktienaufschwung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Evonik von der angespannten Versorgungslage in Schlüsselmärkten und einer schlankeren Unternehmensstruktur profitiert. Analysten erwarten nun weitere Kursgewinne, da strategische Neuausrichtungen und günstige Marktbedingungen die Performance des Konzerns stützen.






