EZB veröffentlicht Klimabericht 2025 mit neuen Naturrisiko-Daten und Emissionsfortschritten
Theo SchmidtEZB veröffentlicht Klimabericht 2025 mit neuen Naturrisiko-Daten und Emissionsfortschritten
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren vierten Bericht zu klimabezogenen Finanzoffenlegungen veröffentlicht. Der Bericht für 2025 führt neue Kennzahlen ein und erweitert den Berichtsrahmen. Erstmals werden darin auch naturbezogene Risikoexpositionen neben den CO₂-Fußabdruck-Daten berücksichtigt.
Zum ersten Mal legte die EZB in ihrem aktuellen Bericht inflationsbereinigte Emissionskennzahlen offen. Die Unterlagen umfassen den CO₂-Fußabdruck und Klimarisiken in den geldpolitischen Portfolios des Eurosystems, den Devisenreserven der EZB sowie ihren nicht-geldpolitischen Portfolios. Letztere beinhalten den Pensionsfonds der EZB-Mitarbeiter und das Eigenmittelportfolio der Bank.
Die absoluten CO₂-Emissionen, die mit den geldpolitischen Portfolios des Eurosystems und den Devisenreserven der EZB verbunden sind, gingen 2025 weiter zurück. Das Eurosystem bleibt damit auf Kurs, um seine Zwischenziele zur Emissionsreduzierung zu erreichen. Bei den nicht-geldpolitischen Portfolios der EZB zeigten sich zusätzliche Fortschritte: Der relative CO₂-Fußabdruck verringerte sich weiter, während die Investitionen in grüne Anleihen stiegen.
Der Bericht betont zudem die Bedeutung der realwirtschaftlichen Dekarbonisierung durch Unternehmen und staatliche Emittenten. Darüber hinaus erweiterte die EZB ihre Berichterstattung um naturbezogene Risiken und stützt sich dabei auf Sektoren, die von der Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) identifiziert wurden. Die Bank hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil grüner Anleihen in ihrem Eigenmittelportfolio bis 2026 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Die jüngsten Offenlegungen der EZB markieren einen Schritt vorwärts in Sachen Transparenz und Klimaschutz. Die Berichte zeigen laufende Fortschritte bei der Emissionsreduzierung und dem Ausbau von Investitionen in grüne Anleihen. Zudem werden erstmals umfassendere Umweltrisikobewertungen eingeführt.






