Frank Rebhan verliert Amt nach 30 Jahren als Oberbürgermeister von Neustadt bei Coburg
Matteo KrauseFrank Rebhan verliert Amt nach 30 Jahren als Oberbürgermeister von Neustadt bei Coburg
Frank Rebhan, Deutschlands dienstältester Oberbürgermeister einer größeren Kreisstadt, hat nach mehr als drei Jahrzehnten im Amt sein Mandat verloren. Bei der Stichwahl am 22. März in Neustadt bei Coburg erlitt er eine deutliche Niederlage und beendete damit eine Ära der SPD in der traditionell CSU-dominierten Region.
Rebhan war 1995 erstmals zum Bürgermeister gewählt worden und führte Neustadt bei Coburg über 30 Jahre lang. Unter seiner Führung prägte die SPD die lokale Politik in einem Teil Bayerns, in dem normalerweise die CSU den Ton angibt. Doch bei der diesjährigen Stichwahl erreichte er nur noch 40,1 Prozent der Stimmen.
Sein Herausforderer, Dominik W. Heike von der CSU, setzte sich mit 59,9 Prozent klar durch. Das Ergebnis deutet auf eine deutliche Verschiebung der Wählergunsten zugunsten der CSU hin. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,3 Prozent und zeigte damit ein kontinuierlich hohes bürgerliches Engagement.
Heike wird nun als neuer Oberbürgermeister die Amtsgeschäfte übernehmen und löst Rebhan nach dessen langer Amtszeit ab.
Mit dem Wahlergebnis endet die fast 30-jährige Vorherrschaft der SPD im Neustadt bei Coburger Rathaus. Heikes Sieg markiert einen bedeutenden Wandel in den lokalen politischen Machtverhältnissen. Seine Amtszeit beginnt in einer Phase, in der die Stadt erstmals seit Jahren unter CSU-Führung steht.






