Freiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wachsender Bedrohungslage
Nina BrandtFreiburg errichtet Schutzzaun um Synagoge nach wachsender Bedrohungslage
In Freiburg wird bald ein Schutzzaun um die Synagoge der Stadt errichtet. Die Entscheidung folgt auf wachsende Sicherheitsbedenken und wiederholte Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland. Das auf etwa 120.000 Euro geschätzte Projekt wird von lokalen Verantwortlichen und der jüdischen Gemeinde selbst nachdrücklich unterstützt.
Der Zaun wurde erstmals von der Jüdischen Gemeinde vorgeschlagen, nachdem die Bedrohungslage über Jahre hinweg zugenommen hatte. Nach ausführlichen Gesprächen mit Stadtvertretern wurde das Vorhaben schließlich genehmigt. Die Finanzierung übernimmt zum einen der Zentralrat der Juden in Deutschland mit einem Beitrag von 27.500 Euro, zum anderen die Stadt Freiburg, die die verbleibenden Kosten trägt.
Das Design des Zauns soll Sicherheit mit Offenheit verbinden. Die Absperrung wird durchsichtig gestaltet, um den Platz weiterhin einladend wirken zu lassen, und verfügt über ein torförmiges Element in Form eines Leuchters. Im Inneren werden Grundsteine der ehemaligen Synagoge Teil eines würdevollen Gedenkbereichs sein.
Bürgermeister Martin Horn betonte, der Schutz jüdischen Lebens bleibe oberste Priorität. Die Planung und Umsetzung übernimmt der Caritasverband Freiburg. Jüdische Vertreter begrüßten den Schritt als notwendige Maßnahme, um die Gemeinschaft zu schützen.
Die Bauarbeiten beginnen unter der Aufsicht des Caritasverbands. Nach Fertigstellung wird der Zaun nicht nur physischen Schutz bieten, sondern auch einen Raum der Erinnerung schaffen. Das Projekt steht für die anhaltenden Bemühungen, Sicherheitsrisiken zu begegnen, ohne die Rolle der Synagoge im Stadtbild zu beeinträchtigen.






