02 April 2026, 00:27

Freie Wähler in Baden-Württemberg: Stark vor Ort, schwach im Landtag

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem hervorgehobenen Gebäude in der unteren rechten Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

Freie Wähler in Baden-Württemberg: Stark vor Ort, schwach im Landtag

Die Freien Wähler in Baden-Württemberg kämpfen trotz stetiger lokaler Unterstützung darum, im Landtag Fuß zu fassen. Die 2010 gegründete, bürgerlich-konservative Partei setzt sich für basisdemokratische Strukturen und eine mittelstandsfreundliche Politik ein, konnte bisher jedoch keine Mandate im Stuttgarter Parlament erringen.

Die Partei entstand 2010 aus einem Bündnis unabhängiger Wählergruppen. Unter der Landesvorsitzenden Sylvia Rolke vertritt sie konsequent eine Agenda mit mehr kommunaler Selbstverwaltung, direkter Demokratie und wirtschaftspolitischen Forderungen zugunsten der Mittelschicht. Diese Ausrichtung entspricht ihrem bürgerlich-konservativen Profil und ähnelt den Schwestergruppen in Bayern und Rheinland-Pfalz.

Auf kommunaler Ebene verzeichnen die Freien Wähler hingegen Erfolge: Sowohl bei den Kommunalwahlen 2019 als auch 2024 wurden ihre angeschlossenen Wählervereine zur stärksten Kraft in den baden-württembergischen Gemeinderäten. Doch dieser lokale Rückhalt schlägt sich nicht in Landtagssitzen nieder. Bei der Landtagswahl 2021 erreichte die Partei nur 3,0 Prozent der Stimmen – zu wenig, um die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden.

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Die Mitgliederzahl im Land bleibt mit rund 460 eingetragenen Unterstützern überschaubar. Während die Freien Wähler in Bayern und Rheinland-Pfalz sowie im Europaparlament vertreten sind, verzeichnet der baden-württembergische Landesverband bis 2026 weder nennenswerten Zuwachs noch Rückgänge. Im Wahlkampf 2026 wird die Partei erneut bürgernahe, dezentrale Lösungen propagieren – mit dem Ziel, über die Kommunalpolitik hinaus auch auf Landesebene Einfluss zu gewinnen.

Die Freien Wähler prägen weiterhin die lokale Politik, scheitern aber bisher am Einzug in den baden-württembergischen Landtag. Mit einer kleinen, aber stabilen Wählerbasis setzt die Partei auf Basisarbeit und schrittweisen Ausbau. Die Landtagswahl 2026 wird zeigen, ob sich ihr kommunaler Erfolg in eine breitere politische Repräsentation übersetzen lässt.

AKTUALISIERUNG

Freien Wähler submit 2026 Landtag list with strong local backing

The Freien Wähler have officially submitted their 2026 Landtag candidate list with Sylvia Rolke as top candidate. Key details include:

  • 19 candidates on the state list and 21 direct district candidates.
  • Over 2,700 support signatures submitted (exceeding the 2,000 threshold).
  • December 2025 polls show them at 3%, matching the FDP nationally.