08 June 2026, 14:15

Fußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016

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Fußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016

Zehn Jahre nach dem Münchner Anschlag von 2016: Fußballturnier ehrt die Opfer

Ein Jahrzehnt nach dem Anschlag von München im Jahr 2016 hat ein Fußballturnier die Erinnerung an die Opfer wachgehalten. Organisiert von Hasan Leyla, dem Vater des damals 14-jährigen Can Leyla, soll die Veranstaltung die ursprüngliche Darstellung der Tragödie hinterfragen. Neun Menschen verloren bei dem Angriff ihr Leben, der später als rechtsterroristischer Akt und nicht als willkürliche Gewalttat anerkannt wurde.

Das Turnier fand am 6. Juni 2026 in Moosach statt, wo viele der Opfer – darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann – einst selbst Fußball gespielt hatten. Hasan Leyla, der die These eines einsamen, psychisch gestörten Täters ablehnt, arbeitete mit der Initiative München erinnert zusammen, um einen Raum des kollektiven Gedenkens zu schaffen. Im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb, sondern die Anerkennung und Teilhabe – Überlebende und Angehörige erhielten die Möglichkeit, ihre Geschichten zu teilen.

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Die Veranstaltung ist zugleich ein Schritt hin zu den Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026. Hasan Leyla wirbt seit Langem für eine Einordnung des Anschlags als Terrorakt und nicht als sinnlose Tat. Durch den Fußball soll das öffentliche Gedächtnis an jenem Tag zurückerobert werden.

Das Turnier in Moosach bot Betroffenen eine Plattform, um sich auszutauschen und zu reflektieren. Angesichts des bevorstehenden Jahrestags hoffen die Organisatoren, die Anerkennung des Anschlags als politisch motivierte Gewalt zu festigen. Die Veranstaltung steht gleichermaßen als Hommage an die Opfer und als Appell, das Bewusstsein für rechtsextreme Gefahren wachzuhalten.

Quelle