Gabriele Stötzers mutige Kunst und ihr Kampf gegen DDR-Repressionen im Gropius Bau
Matteo KrauseGabriele Stötzers mutige Kunst und ihr Kampf gegen DDR-Repressionen im Gropius Bau
Gropius Bau zeigt große Einzelausstellung der Künstlerin Gabriele Stötzer
Der Berliner Gropius Bau präsentiert eine umfassende Retrospektive der Künstlerin Gabriele Stötzer unter dem Titel „Gabriele Stötzer: Dabeisein und nicht schweigen“. Rund 150 Werke der heute 73-Jährigen sind bis zum 6. Dezember 2023 zu sehen.
Stötzer, die trotz Repressionen in der DDR ihr ganzes Leben in Erfurt verblieb, unterzeichnete 1976 eine Petition gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann – eine Handlung, die sie ein Jahr ins Gefängnis brachte. Ihr Engagement ging weit über die Kunst hinaus: Sie gehörte zu den Mitbegründerinnen der Erfurter Künstlerinnengruppe und beteiligte sich 1989 an der Besetzung der Stasi-Bezirksverwaltung in Erfurt. Widerstand und Ausdrucksstärke prägen ihr Schaffen bis heute.
Die Ausstellung fällt zusammen mit weiteren Ehrungen: Im Oktober erhält Stötzer den Goslarer Kaiserring, eine der renommiertesten Kunstauszeichnungen Deutschlands. Bereits im August wird sie auf dem Dach des Gropius Baus performen.
Die Schau gibt Einblick in Stötzers vielseitiges Werk, während ihre anstehende Performance und die Auszeichnung ihren anhaltenden Einfluss auf die deutsche Kunstszene unterstreichen – eine späte Würdigung für Jahrzehnte künstlerischen und politischen Engagements.






