Galeria kämpft um Überleben: 160-Millionen-Deal soll Pleite verhindern
Leni RichterGaleria kämpft um Überleben: 160-Millionen-Deal soll Pleite verhindern
Die deutsche Warenhauskette Galeria steckt erneut in einer schweren Finanzkrise. Nach monatelangen hohen Verlusten benötigt der Händler dringend frisches Kapital, um die Pleite abzuwenden.
Aktuell verhandelt Galeria mit dem US-Investor Gordon Brothers über ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro. Das Geld soll eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mieten decken. Ohne diese Finanzspritze drohen dem Unternehmen bereits in diesem Sommer die Insolvenz und die Schließung zahlreicher Filialen.
Vorstandschef Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellungen für neue Ware in allen 83 Standorten gekürzt. Zudem verkauft das Unternehmen bestehende Lagerbestände mit hohen Rabatten, um die Gehälter der 12.000 Mitarbeiter zu finanzieren. Gordon Brothers plant, rund 30 Filialen zu schließen, um die Kosten zu senken. Ziel ist es, das Unternehmen bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen.
Das Darlehen könnte zwar kurzfristige Entlastung bringen, doch die Zukunft der Kette bleibt ungewiss. Monatliche Verluste in Millionenhöhe gefährden weiterhin das langfristige Überleben. Scheitern die Verhandlungen, könnte Galeria bereits in wenigen Monaten Filialen schließen müssen.






