Großrazzia in Langenfeld deckt Wohnsitzbetrug und illegale Praktiken auf
Leni RichterGroßrazzia in Langenfeld deckt Wohnsitzbetrug und illegale Praktiken auf
Gemeinsame Razzia in Langenfeld deckt Wohnsitzbetrug und illegale Wohnpraktiken auf
Bei einer großangelegten Kontrollaktion in Langenfeld sind gefälschte Meldeanschriften und illegale Wohnnutzungen aufgedeckt worden. Unter der Leitung von Oliver Konsierke beteiligten sich mehrere Behörden an der Operation, bei der Scheinanmeldungen, Schwarzarbeit und nicht angemeldete Gewerbebetriebe ans Licht kamen. Die Ermittlungen sind Teil der übergreifenden Initiative GeKo Rhein Wupper, die sich gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug richtet.
Die Aktion fand vergangene Woche statt und umfasste 11 kommunale Ordnungsbeamte, zwei Bauaufsichtsmitarbeiter, zwei Ausländerbehörden-Mitarbeiter sowie vier Polizeibeamte. Sie durchsuchten Immobilien in Reusrath und Richrath, wo Auffälligkeiten gemeldet worden waren.
In Reusrath wurden 12 Scheinwohnsitze entdeckt, die allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. Diese Personen werden nun abgemeldet. An einer weiteren Adresse bestanden Verdachtsmomente auf gefälschte Anmeldungen, die darauf abzielten, aufenthaltsrechtliche Vorschriften zu umgehen.
In Richrath wurde eine Wohnung aufgrund eines Meldeverstoßes abgemeldet. Zudem ergaben sich Hinweise auf vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennungen sowie illegale Baumaßnahmen. Sieben Personen gerieten außerdem wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit und nicht angemeldete Büroräume ins Visier der Ermittler. Darüber hinaus wurden unzulässige Nutzungsänderungen von Immobilien festgestellt, die gegen das Wohnraumstärkungsgesetz verstoßen.
Die Initiative GeKo Rhein Wupper, die von Wuppertal aus koordiniert wird, konzentriert sich auf die Bekämpfung von organisierter Kriminalität, Sozialbetrug und anderen Straftaten. Neben Langenfeld sind die Städte Wuppertal, Leverkusen, Solingen und Remscheid offiziell beteiligt. Das vom Nordrhein-Westfälischen Innenministerium finanzierte Projekt zielt darauf ab, die kommunale Zusammenarbeit zu stärken und die Widerstandsfähigkeit gegen Kriminalität zu erhöhen.
Die Ermittlungsergebnisse werden zu Abmeldungen, weiteren Untersuchungen und möglichen strafrechtlichen Konsequenzen führen. Die Aktion unterstreicht die Wirksamkeit von behördlicher Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Betrug und illegalen Wohnpraktiken. Die Behörden kündigten an, dass ähnliche Kontrollen auch in anderen beteiligten Städten folgen könnten.






