10 June 2026, 08:12

Grüne attackieren SPD-Steuerpläne: "Drastische Entlastungen ohne Finanzkonzept"

Steuerreform: Grünen-Vize Audretsch wirft SPD-Chefin Baerbock Chaos vor und fordert gerechte Entlastung

Grüne attackieren SPD-Steuerpläne: "Drastische Entlastungen ohne Finanzkonzept"

Die Grünen haben die jüngsten Steuerpläne der Regierung scharf kritisiert. Der stellvertretende Vorsitzende Andreas Audretsch bezeichnete die geplanten Entlastungen für Geringverdiener und Familien als „drastisch“. Im Mittelpunkt des Streits steht der Vorschlag der SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas, wonach alle Steuerzahler jährlich entlastet werden sollen.

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In der Sonntagsausgabe der Sendung Miosga schlug Bas eine Steuerentlastung von mindestens 500 Euro pro Jahr für jeden Steuerzahler vor. Dies löste umgehend Widerspruch bei den Grünen aus.

Andreas Audretsch monierte, dass die Regierungspläne keine klare Finanzierungsstrategie für derart umfangreiche Steuersenkungen aufzeigten. Er warnte, der aktuelle Ansatz berge die Gefahr wirtschaftlicher Instabilität. Als Gegenvorschlag forderte er, dass Superreiche einen höheren Beitrag leisten müssten, um die Lasten gerechter zu verteilen.

Audretsch legte zudem eigene Pläne vor: Er setzt sich für Steuersenkungen für Gering- und Mittelverdiener sowie für eine Reduzierung der Sozialabgaben ein. Sein Ziel ist es, dass die Entlastungen gezielt bei der Mehrheit der Bevölkerung ankommen – statt als pauschale, undifferenzierte Maßnahme.

Die Grünen bestehen darauf, dass strukturelle Reformen notwendig sind, um Steuererleichterungen fair und nachhaltig zu gestalten. Die aktuelle Linie der Regierung treffe ihrer Ansicht nach die Schwächsten überproportional hart. Die Debatte über Finanzierung und Gerechtigkeit wird voraussichtlich in den kommenden Wochen weitergehen.

Quelle