17 June 2026, 18:03

Grüne in der Kritik: Ex-Parteichefin als Beraterin – und der Schatten der Vetternwirtschaft

Leckerer Personalentscheid: Warum die Grünen Postenbesetzungen umstritten sind

Grüne in der Kritik: Ex-Parteichefin als Beraterin – und der Schatten der Vetternwirtschaft

Die Grünen in der Stadtverwaltung stehen wegen einer jüngsten Personalentscheidung in der Kritik. Die Besetzung einer leitenden Beraterposition mit Kim Theisen, einer ehemaligen Parteivorsitzenden, wirft Fragen nach Vetternwirtschaft auf. Die Ernennung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Probleme bei der Sanierung des Stadttheaters, die durch wiederholte Verzögerungen und steigende Kosten geprägt ist.

2021 hatte Kim Theisen noch bei der Ausschreibung und Auswahl eines Kandidaten für die Leitung der Stadtentwicklungsbehörde mitgewirkt. Damals war sie Co-Vorsitzende der örtlichen Grünen. Schließlich wurde Andreas Lukas, ein Mitglied der Grünen, mit Unterstützung von CDU, SPD und Grünen in das Amt gewählt.

Drei Jahre später ernannte Lukas, inzwischen Abteilungsleiter, Theisen zu seiner persönlichen Referentin. Acht Bewerber hatten sich auf die Stelle beworben. Theisen verfügt über einen Bachelorabschluss in öffentlicher Verwaltung und bringt Erfahrung im Bodenschutzrecht mit. Zudem saß sie im Hauptausschuss für Finanzen sowie im Prüfungsausschuss des Stadtrats.

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Trotz ihrer Qualifikationen stößt die Personalie auf Skepsis. Kritiker werfen den Grünen vor, hier Gefälligkeiten im Spiel zu sehen. Unterdessen häufen sich die Rückschläge bei der Stadttheatersanierung: Die Kosten sind auf 45,6 Millionen Euro gestiegen, die Wiedereröffnung wurde auf Januar 2027 verschoben. Allein im Oktober 2023 wurde eine Kostensteigerung von 3,1 Millionen Euro verzeichnet.

Theisens Ernennung reiht sich ein in die bestehenden Kontroversen um die Amtsführung der Grünen. Die zähe Sanierung des Stadttheaters und die explodierenden Ausgaben bleiben ungelöst – beides unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der lokalen Verwaltung.

Quelle