11 June 2026, 12:13

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne prüfen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage im Bundestag eingereicht, um mutmaßliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen zu untersuchen. In dem Antrag wird nach Details zu Kontakten zwischen konservativ-christlichen Gruppen und rechtsextremen Netzwerken gefragt, darunter auch zur AfD.

Namentlich genannt werden Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht. Die Anfrage verlangt Auskunft über Umfang, Struktur und mögliche Gefahrenpotenziale dieser christlich-fundamentalistischen Milieus mit extremistischen Bezügen.

Jäger bezeichnete die Anfrage als Versuch, christlich-konservative Positionen moralisch zu diskreditieren und die öffentliche Debatte einzuschränken. Riemenschneider pflichtete dem bei und argumentierte, das Vorgehen ziele darauf ab, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, kritisierte die Anfrage als Angriff auf den politischen und gesellschaftlichen Einfluss von Lebensschützern und Christen. Die Grünen schlagen zudem politische Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem Extremismus zu löschen.

Öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF hatten kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, die konservative Christen in kritischem Licht darstellten. Dies hat zu einer verstärkten medialen Auseinandersetzung mit mutmaßlichen christlichen Fundamentalisten und ihren vermuteten Verbindungen zur rechtsextremen Szene beigetragen.

Die parlamentarische Initiative unterstreicht das wachsende politische und mediale Interesse an den Schnittstellen zwischen christlichem Fundamentalismus und Extremismus in Deutschland. Die genannten Personen und Gruppen lehnen die Anfrage scharf ab und sehen darin einen Angriff auf ihre Überzeugungen und ihren Einfluss. Die Vorschläge der Grünen könnten zu politischen Maßnahmen führen, die sich gegen digitale Inhalte solcher Bewegungen richten.

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