29 June 2026, 14:14

Grüne reformieren Satzung nach Belästigungsskandal um Marcel Gelbhaar

Grüne Party setzt neue Regeln gegen sexuellen Belästigung

Grüne reformieren Satzung nach Belästigungsskandal um Marcel Gelbhaar

Die Grünen haben eine neue Satzung eingeführt, um sexuelle Belästigung innerhalb der Partei zu bekämpfen. Der Schritt folgt einer einjährigen Überprüfung der Handhabung eines viel beachteten Falls, der einen ehemaligen Kandidaten betraf. Die Änderungen zielen darauf ab, interne Abläufe zu präzisieren und den Schutz aller Mitglieder zu stärken.

Vor einem Jahr hatte eine interne Kommission die Behandlung der Vorwürfe gegen Marcel Gelbhaar kritisiert. Sie kam zu dem Schluss, dass das in seinem Fall angewandte Ombudsverfahren an klaren Definitionen und einem fairen Prozess mangelte. Gelbhaar, der nach Belästigungsvorwürfen seine Kandidatur bei der Wahl 2021 verlor, konnte sich aufgrund politischer Einmischung nicht angemessen verteidigen.

Nach den neuen Regeln werden Beschwerdeausschüsse künftig auf Vermittlung statt auf Sanktionen setzen. Disziplinarmaßnahmen fallen nun in den Zuständigkeitsbereich der parteiinternen Schiedsgerichte. Die Satzung enthält zudem Vorschriften, um Interessenkonflikte zu vermeiden und Vertraulichkeit zu wahren.

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Bei Verdacht auf Straftaten werden Betroffene an externe Beratungsstellen verwiesen. Ihnen wird außerdem ihr Recht aufgerichtliche Schritte erläutert.

Die überarbeitete Satzung schafft klarere Abgrenzungen zwischen den parteiinternen Gremien und ihren Verantwortungsbereichen. Sie soll sicherstellen, dass künftige Fälle fairer und transparenter behandelt werden. Die Reformen sind eine Reaktion auf frühere Versäumnisse und sollen das Vertrauen in die parteiinternen Verfahren wiederherstellen.

Quelle