Hagen verschärft Baderregeln für Kinder nach tödlichen Unfällen in Schwimmbädern
Nina BrandtHagen verschärft Baderregeln für Kinder nach tödlichen Unfällen in Schwimmbädern
Hagenbad GmbH führt strengere Sicherheitsregeln für Kinder in öffentlichen Bädern in Hagen ein
Ab dem 1. April gelten in der Westfalenbad-Halle und drei Freibädern neue Zugangsbestimmungen für Kinder. Die Verschärfungen folgen auf zwei Ertrinkungsunfälle mit Kleinkindern in den vergangenen Jahren.
Ziel der Maßnahmen ist es, Risiken durch strengere Aufsichtspflichten und Zugangskontrollen für jüngere Schwimmer zu verringern. Zwei tödliche Unfälle im Hallenbad der Westfalenbad innerhalb der letzten zwei Jahre – beide mit Kindern unter sieben Jahren – haben die Initiative ausgelöst. Daraufhin entwickelte die Hagenbad GmbH ein umfassendes Konzept, um ähnliche Tragödien künftig zu verhindern.
Neue Altersgrenzen und Aufsichtspflichten Ab dem 1. April 2026 dürfen Kinder unter zehn Jahren die Westfalenbad-Halle sowie die Hagener Freibäder nur noch in Begleitung einer mindestens 16-jährigen Aufsichtsperson betreten. Betroffen sind das Freibad des Hallenbads Hagen, das Freibad Voerde und das Freibad Haspe. Jede erwachsene Begleitperson darf dabei höchstens zwei Kinder unter zehn Jahren gleichzeitig beauftsichtigen.
Auch ältere Kinder unterliegen Einschränkungen: Jugendliche unter 14 Jahren ohne Bronze-Schwimmabzeichen erhalten keinen Zutritt ohne Begleitung. Das Personal wird stichprobenartig die Einhaltung der neuen Regeln überprüfen.
Präventionsmaßnahmen und Schwimmkurse Neben den Zugangsbeschränkungen plant die Hagenbad GmbH spezielle Sicherheitstage, bei denen Familien über typische Gefahren im Schwimmbad und richtiges Verhalten in Notfällen aufgeklärt werden. Zum Programm gehören zudem 12 Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder sowie 35 Schwimmkurse für Anfänger bis zum Silber-Abzeichen.
Die aktualisierten Regeln und Bildungsangebote treten im April in Kraft. Die Bäder werden die Aufsicht für jüngere Besucher verschärfen und von älteren Kindern den Nachweis ihrer Schwimmfähigkeiten verlangen. Die Änderungen sind eine Reaktion auf die jüngsten Vorfälle und sollen die Sicherheit aller Badgäste in Hagen nachhaltig verbessern.






