Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Musik und demokratisches Engagement
Nina BrandtHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Musik und demokratisches Engagement
Herbert Grönemeyer erhält den Nationalpreis für sein Lebenswerk in Musik und Demokratie
Der deutsche Musiker wird für seine jahrzehntelangen Beiträge zur Musik und sein Engagement für demokratische Werte mit dem Nationalpreis ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt seinen künstlerischen Einfluss auf die deutsche Kultur sowie sein entschiedenes Eintreten für die Demokratie. Zu den früheren Preisträgern zählen die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin, die im vergangenen Jahr von Bundeskanzler Friedrich Merz geehrt wurden.
Die Deutsche Nationalstiftung, 1993 von Altkanzler Helmut Schmidt und anderen ins Leben gerufen, fördert Einheit, Toleranz und internationales Verständnis. Grönemeyers politisches Engagement richtet sich besonders gegen die extreme Rechte – er fordert eine "Brandmauer", um deren Einfluss zu blockieren. Bei Konzerten bezeichnete er Gegner als "rechte Ratten" und rief die Wähler dazu auf, die AfD abzulehnen und stattdessen demokratische Parteien zu wählen.
In den letzten Jahren hat er die deutsche Demokratie als unter starkem Druck stehend beschrieben. Öffentlich lobte er etwa die Flüchtlingsbewegung von 2015 als einen "Glücksfall" für das Land. Zwar setzt er sich für progressive Positionen ein, doch gibt es keine Belege dafür, dass er seit 2020 konkrete politische Maßnahmen befürwortet oder auf investigativjournalistische Medien wie Correctiv Bezug genommen hätte.
Der Preis unterstreicht Grönemeyers Doppelfunktion als Kulturikone und Verteidiger einer offenen Gesellschaft. Seine jahrzehntelange Karriere hat die deutsche Popmusik geprägt, während sein aktivistisches Wirken weiterhin politische Debatten prägt. Die Verleihung krönt seine jüngste Anerkennung für die Verbindung von Kunst und gesellschaftlicher Verantwortung. Seine Aufrufe zu demokratischer Solidarität und seine Kritik an rechtsextremen Strömungen bleiben zentral für sein öffentliches Auftreten. Die Entscheidung der Stiftung zeigt, wie sein Einfluss weit über die Musik hinaus in das soziale und politische Gefüge Deutschlands hineinreicht.






