Hertha BSC setzt auf Teamgeist und Jugendtalente in schwieriger Saisonvorbereitung
Theo SchmidtHertha BSC setzt auf Teamgeist und Jugendtalente in schwieriger Saisonvorbereitung
Hertha BSC bereitet sich mit angepassten Erwartungen auf die neue Saison vor. Der Berliner Klub veranstaltete kürzlich ein zweitägiges Teambuilding-Camp in Kienbaum unter der Leitung von Trainer Stefan Leitl. Finanzielle Engpässe und Abgänge von Spielern haben die Pläne für die kommende Spielzeit deutlich verändert.
Die Mannschaft traf sich in Kienbaum, um den Teamgeist zu stärken und die Rollen innerhalb des Kaders zu klären. Leitl konzentrierte sich darauf, interne Ziele zu setzen und eine positive Einstellung unter den Spielern zu fördern. Beim Camp wurde zudem die Verbundenheit des Vereins mit der Philosophie des „Berliner Wegs“ betont – einem Konzept, das einst vom verstorbenen Präsidenten Kay Bernstein geprägt wurde.
Hertha BSC hat in diesem Sommer bereits Fabian Reese, Kennet Eichhorn und Michael Cuisance verloren. Die Verkäufe dieser Leistungsträger brachten dem Klub zwar einen zweistelligen Millionenbetrag ein und entlasteten die finanzielle Situation etwas, doch bisher gab es keine bedeutenden Neuzugänge als Ersatz.
Da mehrere Stammspieler einen Wechsel anstreben und andere das Interesse von Konkurrenten wecken, könnten sich Chancen für Talente aus der eigenen Jugendakademie ergeben. Junge Spieler wie Boris Mamuzah Lum könnten die Lücken füllen, die durch die Abgänge entstanden sind.
In dieser Saison wird der direkte Wiederaufstieg nicht das primäre Ziel sein. Stattdessen geht es darum, den Kader zu stabilisieren und die Vereinsphilosophie unter schwierigen Bedingungen weiterzuentwickeln. Finanzielle Zwänge und die Umbrüche im Team werden die Herangehensweise in den kommenden Monaten prägen.
