Industrie leidet unter Chaos im Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn
Leni RichterIndustrie leidet unter Chaos im Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn
Deutsche Industrien leiden unter massiven Verlusten durch anhaltende Verspätungen im Schienengüterverkehr. Autokonzerne, Stahlproduzenten und Chemieunternehmen kämpfen mit den Folgen, da das Netz der Deutschen Bahn die Nachfrage nicht bewältigen kann. Viele Betriebe sind gezwungen, wieder auf den Straßentransport auszuweichen.
Besonders hart trifft es die Stahlbranche. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal drosseln die Produktion, weil die Hälfte ihrer Lieferungen auf die Schiene angewiesen ist. Auch die chemische Industrie steht unter Druck: Fast 25 Millionen Tonnen Güter werden jährlich per Bahn transportiert.
Die Deutsche Bahn steht unter Handlungsdruck. Verbesserte Planung, Koordination und Priorisierung von Güterzügen sind nun entscheidend. Der Verband der Chemischen Industrie fordert, Güterzüge auf Ausweichstrecken vorrangig zu behandeln.
Wegen der eingeschränkten Bahnkapazitäten setzen Automobilhersteller zunehmend auf Lkw. Dieser Umstieg treibt die Kosten und erschwert die Lieferketten.
Die Probleme im Schienengüterverkehr kosten die Schlüsselsektoren Milliarden. Schnellstmögliche Maßnahmen der Deutschen Bahn könnten die Lage entspannen. Ohne Veränderungen drohen jedoch weitere Produktionsverzögerungen und steigende Ausgaben.
