IT-Branche boomt: Höhere Gehälter, doch Fachkräftemangel bleibt akut
Deutschlands IT-Branche wächst rasant – Gehälter steigen, Fachkräftemangel bleibt
Die IT-Branche in Deutschland verzeichnet ein starkes Wachstum, wobei die Gehälter parallel zum steigenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften klettern. Fast 1,1 Millionen Menschen sind mittlerweile in IT-Berufen beschäftigt, doch zehntausende Stellen bleiben unbesetzt. Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage treibt die Löhne nach oben – vor allem in spezialisierten Bereichen.
Zwischen 2022 und 2024 stieg die Zahl der IT-Beschäftigten um 12 Prozent auf knapp 1,1 Millionen. Trotz dieses Zuwachses blieben 2025 allein rund 109.000 IT-Stellen unbesetzt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) prognostiziert, dass sowohl die Beschäftigtenzahlen als auch der Fachkräftemangel bis 2028 neue Rekordwerte erreichen werden.
Einstiegsgehälter für IT-Fachkräfte liegen bei durchschnittlich 45.000 Euro brutto pro Jahr. Der Branchendurchschnitt beträgt 58.721 Euro, wobei die meisten Angestellten ihre Gehaltszufriedenheit auf etwa 65 Prozent schätzen. Zu den Spitzenverdienern zählen Solution Architects (85.300 Euro) und Softwarearchitekten (82.800 Euro), aber auch Key-Account-Manager (80.300 Euro) und Product Owner (73.200 Euro) erhalten überdurchschnittliche Bezüge.
Erfahrene Spezialisten in den Bereichen Cloud Computing, Cybersicherheit oder künstliche Intelligenz können bis zu 100.000 Euro jährlich verdienen. Die höchsten Gehälter werden in München, Frankfurt und Hamburg gezahlt, wo die Nachfrage nach Expertise am größten ist.
Der IT-Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Mit weiter steigenden Löhnen und anhaltendem Fachkräftemangel bietet der Sektor sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Experten erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt und Gehälter sowie Beschäftigtenzahlen in den kommenden Jahren neue Höchststände erreichen werden.






