26 June 2026, 14:11

K+S setzt auf direkten Ökostrom aus Windkraft für sein Kaliwerk

Ab August: Strom direkt aus dem Windpark für das K+S Werrawerk

K+S setzt auf direkten Ökostrom aus Windkraft für sein Kaliwerk

K+S geht mit direktem Ökostrom-Liefervertrag neue Wege

Der Düngemittelhersteller K+S hat einen mutigen Schritt gewagt und einen direkten Liefervertrag mit dem Erneuerbare-Energien-Produzenten MPC Capital unterzeichnet. Durch die Vereinbarung kann das Unternehmen einen Teil seines Kalibergswerks mit Windstrom versorgen – ganz ohne Umweg über das öffentliche Netz. Es handelt sich dabei um eine der ersten derartigen Regelungen in Deutschland unter einem noch jungen und komplexen regulatorischen Rahmen.

Ab August werden zwei Windkraftanlagen das Werra-Verbundwerk direkt mit Strom beliefern. Die von MPC Capital betriebenen Turbinen stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen und verfügen über eine gemeinsame Leistung von 11,4 Megawatt. Der vor Ort erzeugte Windstrom fließt unmittelbar in die Produktion von Düngemitteln und anderen chemischen Erzeugnissen ein.

Die Kooperation bringt mehrere Vorteile mit sich: K+S kann seine Energiekosten langfristig kalkulieren und Netzentgelte sparen. Zudem entlastet die direkte Anbindung das lokale Stromnetz im Werra-Tal, da die Windkraft effizienter genutzt wird. Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass die direkte Stromlieferung einen wichtigen Beitrag zum Ziel des Unternehmens leiste, bis 2045 klimaneutral zu werden.

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Für die technische Anbindung der Windanlagen an das Werk investierte K+S einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die Umsetzungsarbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen – ein Beleg für die zügige Realisierung des Projekts.

Das Modell der direkten Stromlieferung ermöglicht es K+S, seinen Bedarf an erneuerbarer Energie unabhängig vom öffentlichen Netz zu decken. Die Initiative passt zur langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns und verringert die Abhängigkeit von externen Stromnetzen. In den kommenden Wochen werden die Windkraftanlagen mit der Stromlieferung für das Werra-Verbundwerk beginnen.

Quelle