28 June 2026, 16:13

Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung

BKU fordert echte Privatisierung der DB nach Bahnproblemen

Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert tiefgreifende Reformen bei der Deutschen Bahn. Die Organisation setzt sich für eine schrittweise Privatisierung und eine stärkere Einbindung privater Unternehmen im deutschen Schienenverkehr ein. Begündet wird dies mit Ineffizienz und schlechter Performance unter staatlicher Führung.

Der BKU-Bundesvorsitzende Martin Nebeling kritisierte die mangelhafte Steuerung der Bahn durch die Politik. Er verwies auf anhaltende Probleme wie Kostenexplosionen und Verzögerungen bei Großprojekten wie Stuttgart 21. Auch der bundesweite Bahnstreik habe technische Schwächen und Planungsmängel offenbart.

Die Organisation pocht auf strukturelle Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Als Erfolgbeispiele für Privatisierungen nennt sie die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa. Thomas Tietz, Leiter der BKU-Fachgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte die Notwendigkeit einer zuverlässigen und leistungsfähigen Schieneninfrastruktur.

Laut BKU leidet die Deutsche Bahn unter veralteter Technik, Schwächen im Management und Sicherheitsdefiziten. Mittelständische Unternehmen könnten hier innovative Lösungen liefern, um Effizienz, Sicherheit und Kapazitäten im Schienenverkehr zu verbessern.

Die Vorschläge des Verbandes umfassen eine langfristige Privatisierung und mehr privates Engagement. Ziel ist es, aktuelle Defizite zu beheben und das deutsche Schienennetz zu modernisieren. Der Reformdruck spiegelt die wachsende Unzufriedenheit mit den bestehenden Mängeln des Systems wider.

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