24 May 2026, 08:15

Koblenz kämpft mit Millionenverlusten durch veraltete Berufsschul-Fördergelder

Stadtpersonalamt untersucht: Haben Koblenzer Stadtmitarbeiter Millionen-Schaden verursacht?

Koblenz kämpft mit Millionenverlusten durch veraltete Berufsschul-Fördergelder

Koblenz steckt in einer wachsenden Finanzkrise wegen veralteter Fördergelder für seine Berufsschulen. Seit 2014 hat die Stadt über 5 Millionen Euro verloren, weil die Zuschüsse der umliegenden Landkreise die tatsächlichen Kosten nicht mehr decken. Nun ergreift die Verwaltung Maßnahmen, um die Fehlbeträge auszugleichen und weitere Verluste zu verhindern.

Das Problem liegt in einer Finanzierungslücke zwischen den Zahlungen der Landkreise und den realen Kosten für die Ausbildung von Teilzeit-Berufsschülern. Aktuell zahlen die Kreise pro Schüler nur 190 Euro – doch die tatsächlichen durchschnittlichen Kosten liegen bei 406,80 Euro. Diese Diskrepanz führt zu einem jährlichen Defizit von über 400.000 Euro für Koblenz.

Die Stadt beherbergt 1.932 Schüler aus neun umliegenden Kreisen: Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Westerwald. Trotz steigender Ausgaben blieben die Zuschüsse jahrelang unverändert, was den Rechnungsprüfungsausschuss veranlasste, zu hinterfragen, warum nie Anpassungen vorgenommen wurden.

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Um die Situation zu bereinigen, hat Koblenz neue Zahlungsmodalitäten ausgehandelt. Seit Januar dieses Jahres steigen die Kreisbeiträge rückwirkend auf 300 Euro pro Schüler. Bis 2028 soll der Betrag weiter auf 400 Euro erhöht werden. Zudem prüft die Stadt, ob frühere Finanzfehlentscheidungen Ansprüche auf Entschädigung über eine Berufshaftpflichtversicherung begründen könnten.

Für die Zukunft plant Koblenz, die Kostenentwicklung an den Berufsschulen genauer zu überwachen. Regelmäßige Überprüfungen sollen sicherstellen, dass die Kreiszahlungen den tatsächlichen Ausgaben entsprechen und künftige Fehlbeträge vermieden werden.

Die Änderungen bei der Finanzierung werden die Haushaltsbelastung Koblenz’ verringern, doch die Stadt muss weiterhin ein Defizit von 5 Millionen Euro aus den Jahren der Unterfinanzierung bewältigen. Mit den nun gesicherten höheren Zuschüssen streben die Verantwortlichen an, die Schulbudgets zu stabilisieren und ähnliche Verluste künftig zu vermeiden.

Quelle