02 May 2026, 10:16

Krebsdiagnose und Kosmetik: Warum Lercheks neue Marke polarisiert

Buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer Schrift, die "National Cancer Institute" in fetter, Großbuchstaben-Schriftart lesen, umgeben von überlappenden Kreisbildern von lächelnden Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien.

Krebsdiagnose und Kosmetik: Warum Lercheks neue Marke polarisiert

Die Bloggerin Valeria Chekalina, im Netz besser bekannt als Lerchek, hat trotz ihrer öffentlich thematisierten Diagnose mit Krebs im Stadium 4 eine eigene Kosmetikmarke auf den Markt gebracht. Ihr Vorgehen sorgt für kontroverse Diskussionen: Während einige Fans sie unterstützen, hinterfragen andere ihre Beweggründe. Der Produzent Gera Iwashtschenko ordnete die ungewöhnliche Strategie ein und zog Vergleiche zu globalen PR-Taktiken, wie sie etwa von Prominenten wie den Kardashians genutzt werden.

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In einer Reihe emotionaler Videos hatte Chekalina ihre Diagnose mit fortgeschrittenem Krebs offenbart. Statt sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, nutzte sie ihre Plattform, um Eyya Skin zu bewerben – ihre neu gegründete Kosmetiklinie. Diese Entscheidung spaltete ihr Publikum: Viele bewunderten ihren Mut und ihre Widerstandskraft, Kritiker warfen ihr hingegen vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit zu instrumentalisieren.

Produzent Gera Iwashtschenko bezeichnete Chekalinas Vorgehen als kalkulierte PR-Strategie, die in Russland eher ungewöhnlich sei. Während die meisten Menschen mit schweren Erkrankungen sich tendenziell aus der Öffentlichkeit zurückzögen, verbinde sie persönliche Verletzlichkeit mit unternehmerischer Selbstvermarktung. Iwashtschenko vermutet, dass sie damit die finanzielle Absicherung ihrer Kinder im Blick habe, warnte jedoch, dass eine solche Offenheit bei vielen Zuschauern auf Unbehagen stoßen könnte – schlicht, weil sie es nicht gewohnt seien.

Einige Follower kritisierten, ihre Inhalte würden zu sehr auf Mitleid setzen. Andere verteidigten sie und sahen in ihrer Ehrlichkeit einen wichtigen Beitrag, um die Tabuisierung von Krebs zu durchbrechen. Iwashtschenko zog Parallelen zu den Kardashians und betonte, wie private Krisen gezielt in eine übergeordnete Markenstrategie eingebettet werden können.

Mit dem Launch von Eyya Skin steht Chekalina im Zentrum einer größeren Debatte über Krankheit, Öffentlichkeit und Unternehmertum. Die gespaltenen Reaktionen zeigen, wie unterschiedlich die Frage bewertet wird, inwiefern persönliches Leid öffentlich geteilt – oder sogar kommerzialisiert – werden darf. Ihre Geschichte bleibt dynamisch, während sie ihren gesundheitlichen Kampf mit unternehmerischen Ambitionen vereint.

Quelle